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Baustellen und Spielräume für Versicherer

19.04.2016 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Tagtäglich suchen Versicherer pragmatische Ansätze jenseits politischer Umstürze: Manch Spielraum können die Unternehmen aber noch nicht nutzen. Andere sind ihnen per Gesetz gar verboten. Dass manch Spielzug abgepfiffen werden müsste, fordert schließlich der Verbraucherschutz.

Marcus Severin vom weltweit führenden Vermögensverwalter Blackrock hat für Versicherer die Baustellen im Assetmanagement ausgemacht. Für ihn geht es heute beim in München nur mit der strategischen Ausrichtung der “kompletten Wertschöpfungskette entlang der Kapitalanlage.” Dort sieht er die Spielräume (siehe MÄRKTE).

Spielräume beim Garantiezins sollten ebenfalls ausgenutzt werden. So könnte das gebeutelte Produkt Lebensversicherung unter Umständen im Kundennutzen steigen, konstatieren Versicherungswissenschaftler aus St. Gallen. (siehe DOSSIER)

Dass Versicherer Spielräume einseitig zu ihren eigenen Gunsten ausnutzen und den Kunden gar unfair abgrätschen, kritisiert Verbraucherschützerin Dorothea Mohn. “Das Lebensversicherungsreformgesetz wird von den Versicherern unterlaufen”, unterstellt sie (siehe POLITICS).

Andererseits verpassen Versicherer es an entscheidender Stelle, sich ins Spiel zu bringen, kritisiert Heinz Klaus Mertes in seinem Medienkommentar. Bei der Diskussion bei Anne Will zur drohenden Altersarmut fehlte ein Branchenvertreter. (siehe SCHLAGZEILEN)

DVAG-Vorstand Helge Lach hat den Spielverderber ausgemacht. Für ihn ist es das politisch gewollte gesetzliche Verbot, “mit höheren Anteilen in höher rentierliche Anlagen zu investieren.” Sind Versicherer also per Gesetz unrentabel? (siehe KÖPFE)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Solvency II: Mehr Diversifikation im Asset Management
Solvency II führt faktisch “zu immer mehr Diversifikation auf und zwingt somit Versicherer sich mit Alternativen im Asset Management stärker zu beschäftigen”, sagt Florian Martin von KGAL Capital im Interview mit VWheute. Wer die neuen Freiheiten nutze “und die Gelder der Versicherten intelligent investiert, kann sich Wettbewerbsvorteile verschaffen”, so der Experte.

Lebenszyklusfonds sind gut, aber teuer
Mini-Vermögensmanagement für Kleinanleger – von den Lebenszyklusfonds hatte man sich beim Start vor vierzehn Jahren viel versprochen. 2,2 Mrd. Euro stecken jetzt in den Zielfonds. Gut für Vermittler, schlecht für Kunden: Die Kostenbelastung ist hoch.

Weniger Arbeitsunfälle 2015
Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist 2015 leicht um 0,5 Prozent zurückgegangen. Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich im vergangenen Jahr in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Sektor insgesamt 865.500 Arbeitsunfälle. Im Vorjahr waren es noch 869.817 Unfälle. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank um 45 auf 438.

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