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Bad News are good News: Das scheint gerade für die Riester-Rente zu gelten

11.08.2014 – Manfred-BruessEin Kommentar von VWheute-Hauptstadt-Korrespondent Manfred Brüss.

Schäuble fällt auf falsche Riester-Bilanz herein“, so titelte Handelsblatt-Online und löste sowohl beim Berliner Institut für Transparenz (ITA) wie auch beim Bundesministerium der Finanzen (BMF), als Auftraggeber für die ITA-Studie „Kostenbegrenzung für zertifizierte Altersvorsorge- und Basisrentenverträge“ nur Kopfschütteln aus.

Von peinlichen Rechenfehlern war da die Rede, die bei einer Riester-Rentenversicherung falsche Renditeerwartungen geweckt hätten und dem Riester-Sparer letztlich rund 10.000 Euro hätten kosten können.

In der nun schon seit längerem andauernden Niedrigzinsphase war es bis zu dem Handelsblatt-Artikel medial still geworden um die ach so beliebte Kritik an der staatlich geförderten Riester-Rente. Kein Wunder die Renditen sinken im Einklang mit der Kapitalmarktentwicklung durch die Bank bei allen Produkten, soweit sie nicht auf spekulative Anlageformen setzen. Und was zeigt sich dann bei der Riester-Rente aus Verbrauchersicht: Die staatliche Zulage wirkt wie ein Renditestabilisator. Unabhängig von der Zinsentwicklung am Kapitalmarkt sorgen die staatlichen Zulagen für den Riester-Sparer selbst und etwaige Kinderzuschläge für einen Renditeaufschlag.

Um dieses zu erkennen, muss man nicht Mathematik studiert haben. Man muss aber natürlich die Sichtweise ändern und die Zuschläge aus den Berechnungen herauslassen und dann noch einen – die gibt es wohl leider wirklich immer noch – überteuerten Riester-Vertrag nehmen, um dann „nachzuweisen“, dass riestern nichts taugt und man das Geld für die Altersvorsorge besser im Sparstrupf unter dem Kopfkissen verbirgt.

Aufgabe des ITA war es nun, Wege aufzuzeigen, wie überhöhte Kosten durch den Gesetzgeber begrenzt werden können. Und an diesen Vorschlägen müsse man keinen Deut zurücknehmen, versicherte ITA-Geschäftsführer Mark Ortmann, der zwar einräumt, bei den aufgeführten Tabellen für mehr Klarheit hätte sorgen können, aber inhaltlich keinen Anlasse für Korrekturen sieht. Das ITA verlangt nun eine Gegendarstellung vom Handelsblatt. Und dass – wie in dem Bericht behauptet – die Studie zurückgezogen worden sei, davon kann nun gar keine Rede sein, wie ITA und BMF deutlich machten. Der Medienbericht rief letztlich auch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf den Plan, der sich für mehr Klarheit in den Riester-Renditeberechnungen stark macht (siehe POLITICS).

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