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Arbeitgebertag: Kritischer Blick auf die Koalitionsrunden

19.11.2013 – Ingo-KramerMit dem Deutschen Arbeitgebertag 2013 findet heute in Berlin eine der wichtigsten Tagungen des gesamten Jahres statt. Der neu gewählte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer wird sich den 1.500 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft präsentieren. Scharf kritisierte bereits sein Vorgänger den geplanten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro und die Finanzierung der Rentenvorhaben von Union und SPD. 

Der bisherige Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, plädierte dafür, Lebensleistungs- oder Mütterrente aus Steuermitteln zu finanzieren. Eine Lebensleistungsrente zum Beispiel sei „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe”, sagte er kürzlich. Um Altersarmut zu verhindern, gebe es nur zwei Wege: Arbeit und Eigenvorsorge. Überdies gebe es eine Grundsicherung, die bei Bedürftigkeit eine Aufstockung von geringen Renten ermöglicht.

Dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde erteilte der ehemalige Arbeitgeberpräsident eine klare Absage. Dieser treffe vor allem die Schwächsten auf dem Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose, gering Qualifizierte und junge Menschen, die keine Ausbildung haben. Was ein gesetzlicher Mindestlohn bewirke, zeigten die europäischen Länder, die einen solchen bereits haben. Sie wiesen eine deutlich höhere Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit auf.

Für die rund 215.000 Beschäftigten seiner Mitgliedsunternehmen führt der Arbeitgeberverband der Deutschen Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) die Tarifverhandlungen. Auch dieser Verband wird auf dem Deutschen Arbeitgebertag 2013 in Berlin vertreten sein. In dieser Woche berichtet VWheute über seine Positionen (Siehe auch DABEI). (ki)

Foto: Der neu gewählte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (Quelle: BDA)

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