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“Arbeitgeber nicht überstrapazieren”

24.11.2015 – andreas_eurich_barmenia“Ich rate, auch im Interesse der Arbeitnehmer, die Arbeitgeber in diesem Land nicht überzustrapazieren”, mahnt Andreas Eurich, Vorsitzender des Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV), in seinem Statement zum heutigen Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Zusätzliche Verschärfungen des Arbeitsrechts lehnt der AGV-Vorsitzende mit Blick auf die gute Stimmung am Arbeitsmarkt ab:

Eigentlich ist die deutsche Wirtschaft angesichts der schwächer werdenden Konjunktur und bei der Integration von Flüchtlingen mit hoher Aufenthaltsperspektive in Ausbildung und Arbeit bereits hinreichend gefordert. Zusätzliche Verschärfungen des Arbeitsrechts würden die noch hervorragende Stimmung auf dem Arbeitsmarkt dämpfen und die Bereitschaft der Unternehmen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und frei werdende Stellen nachzubesetzen, sicher nicht fördern.

Es verwundert, dass gerade in dieser sensiblen Zeit die Bundesfamilienministerin und die Bundesarbeitsministerin Gesetzesvorhaben angekündigt haben, die das Personalmanagement erschweren und verkomplizieren – Stichworte: Entgelttransparenz, Werkverträge, Zeitarbeit, möglicherweise auch betriebliche Altersversorgung. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat beim Arbeitgebertag 2014 ein Belastungsmoratorium gefordert. Diese Forderung kann er beim Arbeitgebertag heute bedenkenlos wiederholen.

Ich rate, auch im Interesse der Arbeitnehmer, die Arbeitgeber in diesem Land nicht überzustrapazieren.

Bild: Andreas Eurich, Vorsitzender des Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) (Quelle: Barmenia)

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