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Anlageverantwortliche der Versicherer bekennen Farbe

03.02.2015 – Zinsen_Andreas Hermsdorf_pixelioHält der Versicherer die Schaden-Kosten-Quote unter 100 Prozent, verdient er Geld. So weit, so einfach. Die Kapitalanlagen bilden eine entscheidende Säule bei diesem Erfolg. In Zeiten des Niedrigzinses mit ordentlich Mehraufwand. Die Stichworte lauten: Diversifikation, neue Anlageklassen und Verlängerung der Laufzeiten – nicht zuletzt aber: mehr Risiko. Versicherer äußern sich, mit welchen Assets sie es halten.

Kapital bei den Erstversicherern ist reichlich vorhanden – es geht um zirka 1,2 Bio. Euro. (siehe POLITICS) Wenn aber Versicherer täglich Millionen anlegen, haben sie zahlreiche strenge Vorgaben, mit Solvency II wird es aller Voraussicht nach nicht leichter. Sicherheit kostet Rendite. Doch Versicherer investieren sich zwangsweise im immer enger werdenden Korridor zwischen Regulierung und Druck durch Geldschwemme und politisch gewollten Niedrigzinsen.

Wer keine Wechselkursrisiken eingehen will, wie Wolfgang Weiler, seines Zeichens Vorstandssprecher der Huk-Coburg, ist bei der Internationalisierung seiner Assets auf den Euro-Raum angewiesen. “Mit Hirn und Verstand”, gelte es zu investieren, diktiert er ins Protokoll zum GDV-Themenspecial. Ihm machen aktuell – verständlicherweise – “die Aktien Spaß, die wir vor fünf Jahren gekauft haben.”

Die Private-Euqity-Investments der letzten drei Jahren laufen in den Augen von Generali-Vorstand Torsten Utecht sehr zufriedenstellend. Auch über repräsentative Immobilien kann er sich freuen.

Volker G. Heinke, Vorstand der LVM Versicherung, will eigentlich keine Investition zur Herzenssache erklären. Eine Rehaklinik für die Johanniter in Dortmund soll dann sowohl dem Versicherer Rendite bringen, als auch den Menschen helfen: “Damit verbinden wir das Nützliche mit dem Guten.”

Auch wenn sich die Favoriten der Versicherer im Detail unterscheiden, nimmt angesichts der Niedrigzinspolitik und der Geldschwemme die Bedeutung der Anlagepolitik zu: so weit ein allgemeines Prinzip erkennbar ist, konzentriert sich die Strategie heute auf längere Laufzeiten und breiterer Streuung. Höheres Risiko durch Unternehmensanleihen können einem Portfolio einen Dreh geben. Langfristige Rendite und Sicherheit aber kommt aber durch Private Public Partnerships – wenn die Regeln hier nicht angepasst werden, zur Not über dem Teich (siehe POLITICS). (vwh/ku)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf/ pixelio

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