Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Altersvorsorge 4.0 braucht gerade die Versicherer

08.07.2016 – Kunz_Alte LeipzigerZum heutigen Rentengipfel von Reinhard Kunz, ehemaliger Vorstand der Alten Leipziger. Altersvorsorge 4.0 bedeutet mehr Verbindlichkeit über Opt-out, mehr Handlungsspielraum in der Kapitalanlage, weniger klassischen Vertrieb, mehr Digitalisierung. Altersvorsorge 4.0 braucht gerade die Versicherer mit ihrer Präsenz und Expertise. Eine beherzte und mutige Positionierung der Branche ist erforderlich und wird neue Chancen eröffnen.

Nicht genug, dass die Lebensversicherer wegen des Kapitalmarkts und der Digitalisierung um die Überlebensfähigkeit ihres Geschäftsmodells kämpfen. Nun werfen die angekündigten Reformen in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und bei Riester die Frage auf, welche Rolle die Lebensversicherer in den Szenarien einer künftigen Altersvorsorgewelt noch spielen. Nach Zürich und Generali nun Ergo: Der Rückzug aus der klassischen Produktwelt oder gar der Run-off von Beständen wird zur Normalität.

Die Gründe für diesen Rückzug liegen primär in der ökonomischen Logik der niedrigen Zinsen in Verbindung mit dem neuen Solvenzregime. Andererseits beobachten wir eine wachsende politische Stimmungslage, die heißt “Gesetzliche Rente stabilisieren, bAV ausbauen und Riester reformieren”. Es erscheint nicht realistisch, das Niveau der gesetzlichen Rente wieder anzuheben. (siehe DOSSIER)

Für etablierte Anbieter in der bAV spricht, dass sie bewiesen haben, dass sie Kollektive effizient verwalten können. Dies gilt erst recht dann, wenn über ein Opt-out-Modell mit eher größeren Kollektiven zu rechnen ist. Aber wo bleiben die Vertriebspartner, wenn die Sozialpartner den Vertrieb der neuen bAV übernehmen? Und Riester? Riester ist nicht gescheitert, aber Riester kann verbessert werden und braucht eine Entschlackungskur.

__________

Aus der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 07/16):

>bAV im Nebel der Rentenpolitik

07_16_VW_Titel_20160701

  • Expert: Ein Machtkampf mit offenem Ausgang. Marco Arteaga darüber, wie Versicherer sich wehren gegen den Ausschluss aus dem Wettbewerb der betrieblichen Altersversorgung. (Einzelbeitrag)
  • Report: Betriebsrente international. Ein Towers Watson-Expertenteam um Stephan Wildner führt aus, dass die Marktdurchdringung in Deutschland stagniert (Einzelbeitrag)
  • Expert: Mehr Verbindlichkeit, mehr Spielräume, mehr Digitalisierung. Der ehemalige Alte Leipziger-Vorstand Reinhard Kunz fordert die Versicherer auf sich für die Altersvorsorge 4.0 mutig zu positionieren. (Einzelbeitrag)

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Weniger Häuser sind hochwassergefährdet
Die Zahl der stark von Hochwasser bedrohten in Deutschland ist um 30 Prozent gesunken. Dies geht aus dem aktuellen Update der Datenbank für Hochwassergefahren, ZÜRS Geo, hervor. Demnach sind derzeit nur noch 139.000 Häuser in die höchste Gefahrenklasse 4 eingeordnet, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Berater fürchten Fintechs mehr als die Politik
Die Diskussion um Start-ups in der Versicherungsbranche wirkt, wie Assekurata aktuell feststellt. Die Ratingagentur wertet als Beleg, dass fast die Hälfte aller im Versicherungsvertrieb Beschäftigten mittlerweile technische Veränderungen als stärksten Einflussfaktor auf das Geschäft sieht. Vor einem Jahr noch galten regulatorische Herausforderungen als größte Gefahr.

Ostdeutschland ist Vorreiter bei Frauenquote
Die ostdeutschen Bundesländer nehmen beim Thema Frauen in Führungspositionen eine Vorreiterrolle ein. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Bürgel sind derzeit bundesweit lediglich 22,5 Prozent der Führungspositionen von einer Frau besetzt. 2015 war die Quote mit 22,4 Prozent nahezu konstant. Die meisten weiblichen Führungskräfte gibt es laut Umfrage in Brandenburg.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten