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Steuerbonus bringt Altersvorsorge zurück auf die Erfolgsspur

29.04.2015 – Schneemeier_DAV Von Wilhelm Schneemeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung. In Anbetracht der demografischen Entwicklungen und einer – vielleicht in zehn Jahren – zu erwartenden höheren Inflation ist ein übergreifender Kassensturz als Gesamtblick auf die Entwicklung der öffentlich geförderten Altersversorgung dringend erforderlich. Dadurch ergeben sich Anforderungen an die Kapitalanlage in kapitalgedeckten Systemen.

Das Erfolgsmodell der betrieblichen Altersvorsorge ist in Deutschland zum Auslaufmodell geworden (siehe KÖPFE).

Eine Realwertentwicklung ohne Investitionen in Immobilien, Aktien und Infrastruktur ist nicht möglich. Weil aber ein solches Investment im Niedrigzinsumfeld mit lebenslangen Garantien nicht vereinbar ist, bedarf es geeigneter Anpassungsmechanismen für die Garantien: Weg von harten Garantien, hin zu eher relativen oder temporären Garantieversprechen.

Ein Beispiel für die betriebliche Altersvorsorge (siehe DOSSIER) könnte das Modell der Schweiz sein, wo die Kapitalanlage an Benchmarks orientiert erfolgt und bei aversen Kapitalmarktentwicklungen mit Zustimmung des Schweizer Bundesrats die Garantiehöhe nach oben wie nach unten angepasst werden kann.

Die Produktlösungen müssen eine stärkere Flexibilität bieten, damit Realwertentwicklungen auch im Niedrigzinsumfeld möglich sind. Um deren Attraktivität sowohl bei den Versicherten als auch bei den Arbeitgebern weiter zu erhöhen, bedarf es zudem einer steuerlichen Förderung (siehe KÖPFE).

Aus: Wilhelm Schneemeier, Deutschland braucht eine Neubewertung der Alterssicherungssysteme, in: Perspektiven für die Altersvorsorge. Fakten & Meinungen zur DAV/ DGVFM-Jahrestagung 2015.

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Bildquelle: vwh

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