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Altersvorsorge: Keine Schlachten der Vergangenheit schlagen

24.02.2015 – bert-ruerup-150Von Bert Rürup zum Zukunftsmarkt Altersvorsorge heute in Berlin.

Nicht wenigen schwant, dass die demografische Pause der letzten Jahre zu Ende geht und 2014 das letzte wirklich gute Jahr für die gesetzliche Rentenversicherung gewesen sein wird. Falls die Entwicklung nur wenig ungünstiger ausfällt als von der Bundesregierung erwartet, könnte es gut sein, dass man im Wahlkampf 2017 über die Anhebung des Beitragssatzes für 2018 diskutieren wird. Heute geht es ausgewiesenen Experten um den Zukunftsmarkt Altersvorsorge.

Nach der deutlichen Abkühlung der Konjunktur im zweiten Halbjahr wird sich zwischenzeitlich der eine oder andere Befürworter des Leistungsverbesserungsgesetzes fragen, ob es vielleicht nicht klüger gewesen wäre, den Beitragssatz – wie ursprünglich vorgesehen – in diesem Jahr um 0,6 Prozentpunkte zu senken.

Dies hätte die verfügbaren Einkommen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöht und die Arbeitgeber entlastet. Und in diesem später wäre die Rentenanpassung um 0,8 Prozentpunkte höher ausgefallen als dies im Juli der Fall sein wird.

Denn die Rente mit 63 wird sehr viel teurer als erwartet, da die Anträge und das bekundete Interesse deutlich über den Annahmen der Bundesregierung liegen.

Die Absenkung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente ist weder die die alleinige noch die wichtigste Ursache für Altersarmut. Vor dem Hintergrund des seit einiger Zeit stagnierenden Ausbreitungsgrads der Riester-Rente werden wir uns mit Überlegungen zur Revitalisierung der privaten Altersvorsorge beschäftigen.

Auf jeden Fall werden wir uns mit den bis dahin wohl konkreter vorliegenden Überlegungen des Sozialministeriums auseinandersetzen, die Ausbreitung der betrieblichen Altersversorgung deutlich zu erhöhen (siehe DOSSIER) – und sei es über das Instrument der Allgemeinverbindlichkeit innovativer tarifvertraglicher Leistungen oder einer Freistellung der Arbeitgeber von der letztendlichen Haftung.

Wir werden nach vorne schauen und keine Schlachten der Vergangenheit schlagen (siehe POLITICS).

Bild: Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute (Quelle: GDV)

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