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Allianz: Wandel wird fundamental und schnell

25.11.2015 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Allianz-Chef Oliver Bäte erhöht die Pace: “Wo die anderen hinkommen, werden wir längst sein”, gibt er die Devise aus. Traditionelle Maßstäbe haben ausgedient, sagte er sinngemäß bei der Vorstellung der Konzernstrategie. Technik soll dabei kein Ziel an sich sein.

Bäte führt aus, dass das Zimmervermittlungsportal Airbnb innerhalb von sechs Jahren mehr als eine Million Fremdenzimmer zugänglich gemacht hat. Der Hotelgigant Hilton habe das in 100 Jahren nicht annähernd geschafft. “Aber besser sind solche Unternehmen nicht, weil sie die bessere Technik haben”, erläutert er den Vorbildcharakter. “Die sind besser, weil sie wissen, was besser für die Kunden ist.” Weiterempfehlungen sollen deshalb Teil der variablen Vergütung bei der Allianz werden.

Für die Allianz geht es jetzt genauso darum, Märkte frühzeitig zu besetzen und die Konkurrenz abzuhängen. Dazu passt Bätes Big Bang, das Bündnis mit der chinesischen Suchmaschine Baidu (siehe UNTERNEHMEN).

Dass es künftig keine Kfz-Versicherung im traditionellen Sinne mehr geben soll, stört den Allianz-Chef nicht: die Schlussfolgerung aber, dass es für Versicherer hier nichts mehr zu holen gibt, könnte “weiter entfernt von der Wahrheit nicht sein.” Wenn autonome Fahrzeuge via Carsharing betrieben würden, sieht er Verkehrsleitzentralen in den Mittelpunkt rücken. Die Frage wird dann sein, wer hier den möglicherweise immensen Haftpflicht-Kumul versichert.

Das Risiko gehört zum Geschäftsmodell eines Finanzunternehmens, konstatiert Bäte. Es müsse sich letzlich nur auszahlen. Fundamental und schnell soll jetzt der Wandel sein: mit der Renewal Agenda will der Konzern den Transformationsprozess anführen (siehe DOSSIER).

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