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Allianz-Klassik: Wer will, der kriegt

06.10.2015 – Paul-Georg Meister_pixelioNeue Vertragsmodelle mit mehr Risiko sollen in Zukunft durchaus im Zentrum des Vertriebs der Allianz Leben stehen. Doch: Wer Klassik will, soll Klassik bekommen. Die Mehrkosten für die Zinsgarantien tragen dann auf ihren ausdrücklichen Wunsch die Versicherten, erklärt Allianz-Leben Chef Markus Faulhaber.

Denn eines ist klar: Die andauernde Niedrigzinsphase allein stellt keinen Grund für Beitragsanpassungen dar. Versicherungsrechtler Manfred Wandt sieht hier im Versicherungsvertragsgesetz keinen Spielraum. (siehe DOSSIER).

Markus Faulhaber will aber dem Sicherheitsbedürfnis seiner Kunden entsprechen und dafür nicht unnötig selbst das Risiko übernehmen. Er schätzte gestern bei einer Presseveranstaltung in Frankfurt, dass selbst in drei Jahren noch knapp ein Viertel des Neugeschäfts in Klassik vollzogen werde. Allianz-Deutschland-Vorstandschef Manfred Knof stellte hierzu fest: “Für die Allianz Leben ist das Thema Kapital kein Problem.” (siehe UNTERNEHMEN)

Bestände in Deutschland sollen nicht verkauft werden, auch wenn Konzernchef Oliver Bäte mit ausdrücklichem Hinweis auf den ausländischen Markt jüngst Spekulationen um die Lebensversicherung ausgelöst hatte.

Rückendeckung kommt vom Verbandschef persönlich. Auch für GDV-Präsident Alexander Erdland ist klar: “Niedrige Zinsen machen Zinsversprechen über Jahrzehnte künftig schwieriger” (siehe KÖPFE). Auch er aber sieht trotz Weiterentwicklung des Produktes Lebensversicherung, die Garantie nach wie vor im Versichererportfolio – für alle, die wollen und können. (ku)

Bildquelle: Paul-Georg Meister/ pixelio

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