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Alles eine Frage der Transparenz

24.05.2016 – Wagner_VERS_LeipzigIn der Lebensversicherung mangelt als Transparenz und die Verwaltungskosten sind nach wie vor zu hoch. Davon sind Fred Wagner und Daroslav Lazic vom Institut für Versicherungswissenschaften anlässlich der 3. Lebensversicherungskonferenz des IfVW überzeugt. Die klaren Vorteile der Produkte – auch für den Kunden – müssen klarer kommuniziert werden, meint der Experte in seinem Beitrag für VWheute.

Die “modernen” Produktgattungen in der Lebensversicherung sollen die “klassischen” Lebensversicherungen substituieren. Hierzu zählen bspw. auch die “Neue Klassik” und unterschiedliche Hybridprodukte. Der Markt ist derzeit relativ dynamisch, heterogen und auch unter Transparenz- und Effizienzgesichtspunkten nicht immer vorteilhaft für den Kunden (siehe MÄRKTE).

Allerdings ist endlich eine Tendenz erkennbar, dass die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos immer häufiger als zentrales Verkaufsargument angeführt wird – hier hat die Assekuranz ein Alleinstellungsmerkmal und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Branchen. Die zentrale Herausforderung liegt nun darin, die lebenslange Absicherung auch schon zu Vertragsbeginn und damit in der Ansparphase als Nutzen zu transportieren (siehe DOSSIER).

Überdies werden mit dem Sparen im Kollektiv über die Zeit hinweg Kapitalmarktrisiken effizient innerhalb einer Sparergeneration und insbesondere zwischen verschiedenen Sparergenerationen “versichert” – ein weiterer Vorteil der Assekuranzprodukte, der bislang nicht genügend kommuniziert wurde. Schwächen hat die Assekuranz immer noch in Sachen Transparenz, und zwar sowohl was die künftigen Leistungen aus den neuen Lebensversicherungsprodukten angeht, als auch was die Kosten betrifft. Und die Vertriebskosten sind nach wie vor hoch (siehe POLITICS).

Bild: Fred Wagner, Vorstand Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig, moderiert heute die 3. Lebensversicherungskonferenz in Köln (Quelle: IfVW)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Axa startet Raucher-Entwöhnung
Die Axa will nicht mehr in die Tabakindustrie investieren. Der designierte Axa-Chef Thomas Buberl hat angekündigt, entsprechende Beteiligungen von rund 200 Mio. Euro und Anleihen über rund 1,6 Mrd. Euro loswerden zu wollen. “Tabak tötet pro Jahr heute sechs Millionen Menschen, und bis 2030 dürften es acht Millionen sein”, begründete das Management die Entscheidung.

Weltbank führt Pandemie-Versicherung ein
Mers, Ebola, Zika. Pandemien umrunden den Globus – mit erheblichen Schäden. Die Weltbank reagiert darauf mit einer “Pandemic Emergency Financing Facility (PEF)”, einer 500 Mio. US-Dollar betragenden Risikovorsorge. Im Rahmen der PEF werden in der auf drei Jahre angelegten Versicherungskomponente Mittel aus Rückversicherungsmärkten mit den Gewinnen der von der Weltbankgruppe emittierten Cat-Bonds kombiniert.

Rente ist nicht gleich Rente
Nicht nur die Höhe der Rente spielt heute bei der Gestaltung des eigenen Lebensabends eine gewichtige Rolle – auch der Wohnort. Eine aktuelle Studie des Forschungsunternehmens Prognos hat nun festgestellt, dass die Kaufkraft in Deutschland regional um bis zu 50 Prozent variieren kann. Besonders kostspielig ist das Leben demnach für Rentner in Bayern. Günstigstes Bundesland ist hingegen Sachsen-Anhalt.

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