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ADAC-Affaire: Ungesichert vom Blitz getroffen

22.01.2014 – blitz-blitzschlagWenn der Medienblitz einschlägt, dann kann man den anschließenden Donner nicht mehr verhindern. Ergo, Debeka, nicht wenige in der Politik und jetzt der ADAC, können ganze Fortsetzungsromane darüber erzählen, wie das ist, wenn mit einem Mal der Verlust lange und sorgsam gehegter Reputation von einem Zeitungstag zum anderen droht.

Die ungelenken Reaktionen der Ehren- und Hauptamtlichen des ADAC jetzt nach der SZ-Enthüllung zeigen buchstäblich die Fassungslosigkeit nach einem solchen medialen Einschlag, ehe mühsames Krisenmanagement in Gang kommt. Und natürlich sind nicht nur die betroffen, die sich auf einmal in dem beißenden Scheinwerferlicht einer trefflich emotionalisierbaren Öffentlichkeit wiederfinden. Es sind auch jene, mit denen sie geschäftlich verwoben oder verbandelt sind.

VW hat sich prompt von Gemeinschaftsprojekten mit dem marktmächtigen Clubkonzern zurückgezogen, weil man das Überspringen des Reputationsverlustes auf die eigene Marke fürchtet. Man hat wohl die leidvollen eigenen Erfahrung aus der erschütternden Hartz-Affaire nicht vergessen.

Nun haben auch Versicherer den ADAC mit seinen 18 Millionen Mitgliedern und seiner Service-Logistik als Vertriebskanal für Produkte, White Labels und Assistanceleistungen genutzt. Bei aller Compliance-Hochkonjunktur kann man nur raten: Nicht gleich die Flucht ergreifen. Aber sich auf kritische Fragen vorzubereiten, könnte von Vorteil sein. Denn die kommen (siehe DOSSIER: “Der ADAC -Partner und Konkurrent der Versicherer”). Auf diese Weise werden die Partner eingebunden in die Transparenz, die nach solchen Affairen unabkömmlich ist. Freilich bleibt – etwa auch im Fall Hoeneß – die Frage, wie die stringenten eigenen Hausmodelle des Compliance-Managements auch bei eng verwobenen Partnerunternehmen zur Geltung gebracht werden können. Der Handel etwa verlangt von seinen zuliefernden Produzenten weithin die vertragliche Unterwerfung unter seine Qualitätsnormen. Klar, man möchte im Falle des Falles nicht mit haftbar gemacht werden. Das scheint übertragbar. (HKM)

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