Versicherungswirtschaft-heute

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Hitzewallungen ums Versicherungsgeschäft

11.06.2014 – ku2-150Von Rafael Kurz. Erhitzte Gemüter allenthalben: Versicherungsmakler würden Beratungsgespräche nicht protokollieren – entweder überhaupt nicht oder mangelhaft. Sei doch ein Protokoll vorhanden, bekomme dies der Kunde obendrein oft nicht ausgehändigt.

Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe unter der Überschrift “Berater pfuschen” und bringt so mitunter die Verbraucherschützer auf die Barrikaden. Doch nicht die sollten sich darüben erhitzen, vielmehr die Berater, Vermittler und Makler höchst selbst.

Es geht um die Reputation und damit die Zukunft des Maklers als Unternehmer, wenn er durch gewissenhaftes Einhalten der regulatorischen Formalia seine Arbeit absichert. Das ist die rechtliche Seite mit Relevanz für das Marktimage. Wirtschaftlich geht es um die Systematisierung von Strategie- und Marketingprozessen, die nachhaltig Erfolg und Bestehen im Wettbewerb garantieren (siehe VERTRIEB).

Der Versicherungsrechtler Stephan Michaelis zeigt heute in einem Vortrag vor der Deutschen Maklerakademie die Risiken des Versicherungsmaklers auf (siehe DOSSIER) und gilt deswegen trotzdem keineswegs als Einheizer. Mit seinem Vorschlag der Haftungsbeschränkung und der Teilverzichtserklärung lassen sich auch die kommenden Verträge ganz cool zeichnen.

Heiß geht es nach den Hitzegewittern in der Schadenaufnahme und -regulierung besonders nordrhein-westfälischer Versicherungsdependancen zu. Es werden Schäden im zweistelligen Millionenbereich erwartet: Heftige Gewitter-Stürme in NRW haben für einen Run besonders auf Provinzial-Geschäftsstellen und Sparkassenagenturen gesorgt. Hagel, Blitz und Starkregen verursachten massenhafte Gebäude- und Kfz-Schäden (siehe UNTERNEHMEN).

Heißgelaufen ist auch das  Lebensversicherungsreformgesetz, kurz LVRG: Die Regierung hatte vorgelegt, den Interessengruppen eher Stunden als Wochen für Einwände gegeben und den Ball zügig zum Bundesrat gepasst. Statt der eigentlich sechswöchigen Beratungsfrist stehen den Fachpolitikern der Länder laut aktueller Info nur wenige Tage zur Vorbereitung einer Stellungnahme zur Verfügung. Bereits am Freitag, den 13., (siehe Tagesordnung, PDF) will man zur Sache kommen.

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