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Zukunftsvision: Die Welt, wenn Prinz George König wird

24.10.2013 – queen-45„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ Dieser Niels Bohr (dänischer Nobelpreisträger für Physik) zugeschriebene Satz wird oft bemüht, wenn es um Fragen der Zukunft und der conditio humana in fernen Zeiten geht. Doch Entwicklungen und Bedingungen lassen sich fortschreiben, und das hat die Allianz in einer sehr nachvollziehbaren Zukunftsvision getan. Die Kernaussagen klingen manchmal bedrohlich, manchmal chancenreich, doch immer perspektivisch. “Die Welt im Jahre 2078 wird sich sehr von unserer unterscheiden, aber wir legen schon die Grundlagen dafür”, wird der flüchtige Onlineleser eingestimmt. Hier die Einzelheiten:

Die vermittelte Perspektive auf das Königreich im Jahre 2078 scheut nicht vor realer Härte zurück: Wenn aus Prinz George möglicherweise King George VII. geworden ist, “wird die Fertigungsindustrie praktisch ausgelöscht sein – entsprechend dem Trend, der sich in den 1970er Jahren bereits abzeichnete. Der Schwerpunkt der britischen Wirtschaft wird fast ausschließlich auf den Dienstleistungen liegen, wobei London als Drehscheibe für Finanzdienstleistungen floriert.” Kontinentaleuropa bzw. die EU wird sich wesentlich vergrößert haben, dabei aber flexibler, dem englischen Commonwealth of Nations nicht unähnlich sein, aber nicht den Rang einer Supermacht erlangt haben. Diese Rolle sieht die Allianz klar bei China, die für ganz Asien eine einheitliche Währung mit auf den Weg gebracht haben wird. Daneben spielen noch Indien und die USA weltpolitische Rollen. Sollten die afrikanischen Staaten ihre Probleme in den Griff bekommen, könnten auch sie den Weltläuften ihren Stempel aufdrücken; die Allianz spricht von einem “afrikanischen Jahrhundert”. Hintergrund sind die zu erwartenden Bevölkerungsexplosionen speziell auf dem schwarzen Kontinent, während in den Industriestaaten die Gesellschaften immer älter werden, mit den entsprechenden Implikationen: “Von der Städteplanung bis hin zur Arbeitsplatzgestaltung gilt es vieles zu bedenken”, so die Allianz.

“In dieser Zukunftswelt wird unser Konzept von Arbeit und Rente völlig obsolet sein“, so Volker Deville, Allianz Executive Vice President und Mitorganisator des jährlichen Berliner Demografie Forums. „Es wird vermutlich immer noch eine Form staatlicher Unterstützung für Rentner geben; und die Leute werden auch nach wie vor Rücklagen für das Alter bilden, doch die Menschen im Jahre 2078 werden länger arbeiten müssen.” Sie werden gesünder sein und eine höhere Bereitschaft haben, einer Tätigkeit nachzugehen. Die Abhängigkeit vom Öl wird sich zwar reduzieren, dafür treten Konflikte um “Seltene Erden” und Wasser im häufiger auf. Hier sind neue Allianzen denkbar.

Die Welt wird eine andere sein, im Jahr 2078, wenn die Epoche Queen Elisabeths schön längst Geschichte ist und sich auch ihre Enkel aus dem Zentrum der Macht verabschiedet haben werden. Einzig sicher ist: Die Beständigkeit des Wandels und die Fähigkeit des Menschen darauf zu reagieren. Hier und heute. (ak)

Foto: Eine ganze Epoche hat Queen Elisabeth II. geprägt; ob das ihrem Enkel Prinz George VII. ebenfalls gelingt, steht in den Sternen (Quelle: Reuters)

Link: Die Welt im Jahre 2078

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