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Wie Versicherer vom Wohnrecht-Modell profitieren

08.07.2015 – Held_TerragonVon Michael Held, Geschäftsführender Gesellschafter der Terragon Investment. Wohnimmobilien-Investments sind beliebt bei den Versicherern. Speziell bei Wohnanlagen für Senioren bietet sich mit dem Verkauf von Wohnrechten eine Option für rentables Geschäft. Hier wird das Recht eingekauft, lebenslang in einer Wohnung wohnen bleiben zu dürfen.

Das Wohnrecht wird im Grundbuch eingetragen, der Versicherer aber bleibt weiter Eigentümerin und kann die Wohnung erneut vermieten oder ein Wohnrecht verkaufen, wenn die Senioren verstorben sind oder aus anderen Gründen ausziehen. Das Modell eröffnet sowohl Wohnrechtnehmern als auch Wohnungsanbietern Vorteile. Für den Wohnrechtnehmer ist das Wohnrecht günstiger als der Eigentumserwerb und es bietet finanzielle Sicherheit. Auch der Wohnrechtgeber profitiert von diesem Modell, da das Objekt zunächst im Eigentum des Bestandhalters verbleibt. Er muss sich nicht mit Miteigentümern auseinandersetzen, sondern bleibt Herr im eigenen Haus. Spätestens bei Modernisierungsmaßnahmen kann dies einen Mehrwert bringen, weil die Beschlussfassung nicht von einzelnen Miteigentümern blockiert werden kann.

Heutzutage gibt es ein Unterangebot an Wohnimmobilien, die dieses Konzept anbieten. Dabei ist es absehbar, dass die Nachfrage nach seniorengerechten Wohnungen zunehmen wird. Die langfristigen demografischen Trends in Deutschland sprechen eine klare Sprache. Wer künftig in Wohnraum vermieten will, wird mehr potenzielle Mieter in höherem Lebensalter finden als unter jungen Menschen, die ins Berufsleben starten oder sich in der Ausbildung befinden.

Das bedeutet zugleich, dass die angebotenen Wohnungen stärker als bisher auf die Anforderungen dieser Zielgruppe zugeschnitten sein müssen. Es ist essenziell, dass der Wohnraum für die breite Masse bezahlbar bleibt. Wenn Versicherer diese Entwicklung ignorieren, riskieren sie erhebliche Fehlinvestitionen.

Das Wohnrecht-Modell ist neben Aufteilung und Vermietung der dritte Weg bei der Verwertung von altersgerechten Wohnimmobilien. Für langfristig orientierte Investoren wie Versicherer überwiegen die Vorteile. Zum einen kann der Investor mithilfe des Wohnrecht-Modells den Bau einer Seniorenanlage finanzieren und die Eigenkapitalrendite erhöhen. Zudem bleibt er weiterhin Eigentümer und kann auch in Zukunft von möglichen Wertzuwächsen profitieren. Indes birgt nicht nur das Wohnrecht-Modell, sondern auch die damit verbundenen Wohnimmobilien für modernes Wohnen im Alter aufgrund der demografischen Entwicklung hohes Potenzial. Um davon zu profitieren, müssen die Immobilien nicht nur barrierefrei sein, sondern marktgerecht konzipiert werden, also für die Zielgruppe bezahlbar bleiben.

Bild: Michael Held, Geschäftsführender Gesellschafter der Terragon Investment (Quelle: Terragon)

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