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Wie müssen sich Gründer versichern

22.11.2013 – mauer-steinDer Kostenblock Versicherungsbeiträge gehört in jeden Businessplan. Denn ein Schaden ist oft teurer, als viele Gründer denken. So berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in seinem Statistischen Taschenjahrbuch 2013 im Rahmen seiner Sachversicherungen für Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe Schäden in Höhe von mehr als 4,8 Mrd. Euro. Doch die Angebotspalette an Versicherungen für Gründer ist groß. Da stellt sich die Frage: Welche Versicherungen braucht ein Existenzgründer wirklich?

Eine knappe Antwort ist schwierig. Es ist weitgehend abhängig von der Unternehmensart, welche Versicherungen in der Gründungsphase sinnvoll sind. Da wie immer die Gefahr der Unter- und auch der Überversicherung besteht und die Versicherungsbeiträge eine zusätzliche Belastung für das am Anfang oft begrenzte Budget darstellen, ist eine spezifisch auf die Situation zugeschnittene Auswahl anzuraten.

Neben den persönlichen Risiken müssen dabei auch die betrieblichen Risiken im Blick behalten werden. Zu den wichtigsten Versicherungen gehören sicherlich eine Betriebshaftpflichtversicherung, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, eine Geschäftsinhaltversicherung und eine Rechtsschutzversicherung. Je nachdem, ob es Produktionsmaschinen gibt oder auch einen Fuhrpark, kommen dazu noch Kfz-Haftpflichtversicherung, Maschinenversicherung und weitere, bspw. Elektronikversicherung, Feuerversicherung, Sturmversicherung, Umwelthaftpflichtversicherung. Falls bereits Mitarbeiter eingestellt wurden, müssen auch diese versichert werden.

Da gerade in den ersten Jahren nach der Gründung eine Firma vor allem von der Arbeit ihres Inhabers abhängig ist, ist das wichtigste Kapital erst einmal seine Gesundheit. Die persönliche Absicherung ist daher ganz besonders wichtig. Hierunter fallen alle Versicherungen, die Existenz bedrohende Risiken abdecken: Krankenversicherung, Krankentagegeld und Berufsunfähigkeits-Versicherung. Unfall-Versicherungen können meist eher als nachrangig angesehen werden. Der Aufbau der Altersversorgung sollte so früh wie möglich starten. In einigen Berufen ist zudem eine Berufshaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

Insbesondere in der Anfangszeit der Geschäftstätigkeit gilt es darauf zu achten, nicht zu langfristige Versicherungen einzugehen. Um flexibel zu bleiben, ist der Abschluss kurzfristiger Verträge sinnvoller. (mh)

Foto: Versicherungen sind ein elementarer Baustein bei Existenzgründungen. (Quelle: vvw)

Links: Existenzgründer, GDV Statistik (PDF), Deutsche Startups, Gründerwissen, Gründerland

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