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Wie fällt die Fed die Entscheidungen zur Geldpolitik?

16.12.2015 – Yellen_FedHeute könnte Janet Yellen mit der ultralockeren Geldpolitik der US-Fed Schluss machen. Seit mehr als einem Jahr bereitet die Fed-Präsidentin die Märkte auf die Zinswende vor. Ein weiterer Aufschub – heute ist die letzte Gelegenheit, noch in diesem Jahr tätig zu werden – könnte für Unruhe sorgen. Welches sind aber die Faktoren, an denen sich die Entscheidung festmacht? Die Fakten im Vorfeld im Notenbank-Dossier.

Über die US-Geldpolitik entscheiden zehn Personen. Fünf davon sind feste Mitglieder des Fed-Vorstands. Fünf davon sind feste Mitglieder des Fed-Vorstands. Die anderen Plätze nehmen abwechselnd die Vorsitzenden der zwölf regionalen US-Notenbanken ein. Laut Euro haben die Vertreter einer lockeren Geldpolitik dort die Mehrheit.

Inflationserwartung

In den USA wächst die Sorge vor fallenden Preisen, sprich vor einer Deflation.

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Erwerbstätigen übertrifft in den USA inzwischen das Niveau vor der Finanzkrise.

Autokredite

Die Niedrigzinsen verführen immer mehr Amerikaner dazu, Kredite aufzunehmen.

Leitzinsen

Seit 2009 sind die Zinsen in den Industrieländern auf Rekordtief. Die Fed und die britische Notenbank prüfen eine Anhebung.

Bilanz der US-Notenbank

Die Stützungskäufe haben ein Volumen von 25 Prozent des US-Bruttoinlandsproduktes (4,5 Bio. Dollar) erreicht.

Die Folgen einer US-Zinserhöhung skizziert Euro mit Blick auf die bisherigen sechs Zinserhöhrungszyklen seit 1983: Die durchschnittliche Wertentwicklung bei Rohstoffen beträgt 25,2 Prozent, Emerging Markets-Aktien sind im Plus mit 18,9 Prozent, globale Aktien liegen bei 14,6 Prozent. US-Aktien (+9,9 Prozent), US-Staatsanleihen (2,1 Prozent) und globale Staatsanleihen haben sich dagegen weniger positiv entwickelt.

Während die US-Wirtschaft stabil genug für eine Zinswende scheint, sehen Experten das aktuell indes bei Schwellenländern skeptischer: Allein die Ankündigung hat für Turbulenzen in den aufstrebenden Ländern gesorgt. Von der Nullzinspolitik hatten Brasilien, Indien und China profitiert, da Anleger auf der Suche nach Rendite dort investiert und damit das Wachstum stimuliert hatten. Diese Entwicklung kehrt er dann um. Der internationale Währungsfonds bezeichnete eine US-Zinserhöhung daher als Risiko für die Weltwirtschaft. (vwh/ku)

Bild: Fed-Präsidentin Janet Yellen (Quelle: Fed)

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