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Wettbewerbssituation der Kfz-Versicherer

04.09.2013 – werkstatt_kleinDer GDV beschäftigt sich aktuell intensiv mit dem Thema Kfz-Versicherungen und hat mehrere Mitteilungen zu Typ- und Regionalklasse sowie Kfz-Versicherungsbeiträgen veröffentlicht. Generell herrscht am Markt für Kfz-Versicherungen hoher Wettbewerbsdruck, so dass alle Versicherer versuchen, sich möglichst gut am Markt zu positionieren. Aus einer Präsentation der HUK Coburg geht hervor, dass die Nummer eins der Kfz-Versicherer in Deutschland davon ausgeht, dass die Branche sich auf weitere Herausforderungen einstellen muss und verweist hierbei insbesondere auf den zunehmenden Wettbewerb aus dem Automobilsektor.

Nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs werden Kooperationen von Versicherern mit Automobilherstellern vermehrt forciert, so dass die Hersteller dem Autokäufer gleich eine Versicherung mitanbieten können. Erst Ende 2012 haben Daimler Insurance Services sowie die Mercedes-Bank die Zusammenarbeit mit dem Versicherer HDI weiter ausgebaut. Hanns Martin Schindewolf, Chef von Daimler Insurance Services: „Strategische Partnerschaft ist die Basis für weiteres Wachstum. Uns verbindet eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Kundengeschäft und Industriegeschäft.“ „Die Kooperation ist für uns ein wichtiger Teil unseres strategischen Schwerpunkts Automotive“, erklärt auch Heinz-Peter Roß, Vorstandsvorsitzender der HDI Versicherung.

Anfang 2013 hat die EU-Kommission auch das Joint Venture zwischen der Allianz und Volkswagen Financial Services genehmigt, da es den Wettbewerb am Markt für Autoversicherungen nicht beeinträchtigt. Dennoch soll mit dem neu geschaffenen Joint Venture ein Angriff auf den Marktführer HUK-Coburg gestartet werden. Karsten Crede, CEO Allianz Global Automotive, erklärte: „Die Autokäufer im Autohaus sollen künftig durch ein modulares Produktkonzept, attraktive Preisgestaltung sowie durch kompetente und durchgängige Beratung in allen automobilen Versicherungsthemen die bestmögliche Betreuung erhalten.“

Erst Anfang 2013 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Vereinbarungen zwischen Versicherungsgesellschaften und Kfz-Reparaturwerkstätten über die Preise für die Reparatur versicherter Fahrzeuge verboten sind, wenn sie einen wettbewerbswidrigen Zweck verfolgen. In dem entschiedenen Fall ging es darum, dass ungarische Versicherer, unter anderem Allianz Hungaria und Generali-Providencia, mit Kfz-Vertragshändlern oder mit deren nationaler Vereinigung einmal im Jahr Bedingungen und Tarife für die Reparatur von Schäden an versicherten Fahrzeugen ausgehandelt haben. Infolge dieser Vereinbarungen konnten die Werkstätten der Vertragshändler dadurch im Schadensfall unmittelbar die Reparatur gemäß diesen Bedingungen und Tarifen an den verunfallten Fahrzeugen vornehmen. Die Vertragshändler unterhielten dabei eine zweifache Beziehung zu den Versicherern.

Foto: Für 80 Prozent der Kfz ändert sich in der neuen Regionalstatistik nichts (Quelle: vvw)

Links: Neue Regionalstatistik, Unfallzeitung (PDF), Daimler Kooperation, Allianz Kooperation, HDI (PDF)

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