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Gehaltsatlas: Wer lockt die Jung-Elite?

25.04.2014 – Die Versicherungsbranche ist gemessen am Einstiegsgehalt unter den Top-Ten für akademische Berufseinsteiger. Mit durchschnittlich 49.638 Euro Jahresgehalt liegen die Versicherer fast 5.000 Euro über dem Durchschnitt aller Branchen. Mit Blick auf die demografische Entwicklung und einen kommenden Fachkräftemangel steht man also gut da.

Laut Gehaltsatlas von gehalt.de und der FAZ sind die Beratungsfirmen die Top-Employer. Mehr als 52.000 Euro p.a. bedeutet das Top-Gehalt im Vergleich, der auf über 36.000 Datensätzen beruht. Gesucht sind aktuell – und das schlägt sich selbstverständlich in den gezahlten Gehältern nieder – die klassischen Einsteiger wie Betriebswirte und Juristen. Mehr und mehr kreuzen Personaler aber auch Naturwissenschaftler und Ärzte auf ihren Top-Listen an. Weiterhin gute Aussichten auf ordentliche Bezahlung haben Absolventen, die sich für Automobilindustrie und Maschinenbau interessieren oder zu einer Bank gehen wollen – und das trotz der Finanzkrise.

Wer zahlt am meisten?

Grafik: Die Top-Ten Branchen der Einstiegsgehälter für Jungakademiker. (Klicken zum Vergrößern)

Wer Geisteswissenschaften studiert hat, sollte sich mit deutlich weniger begnügen. Hier liegt man mit deutlich unter 40.000 Euro p.a. noch an der Spitze des Gehaltsvergleichs – der gesamtdeutsche Einstieg liegt bei mageren 32.921 Euro. Im Großraum Stuttgart werden dabei die höchsten Gehälter gezahlt. Leverkusen, als einzige Stadt nördlich des Mains, liegt auf Platz zwei. Dort spielt Bayer als größter Arbeitgeber der Statistik in die Karten. Das gilt auch für Mannheim und die Region Ludwigshafen, die mit der BASF ebenfalls ein DAX-Unternehmen beheimatet und in den Top-Ten der Regionen auftaucht. Standesgemäß finden sich dort auch München, Frankfurt am Main, Karlsruhe und etwas überraschend Ulm und Erlangen.

Seit 2005 stiegen die Einstiegsgehälter für Jungakademiker um rund zwölf Prozent, was in Zahlen 5.000 bedeutet. Am dicksten fiel hier das Plus bei den Ingenieuren aus (plus 16 Prozent). Die Geisteswissenschaftler mussten in diesem Zeitraum gar einen Gehaltsrückgang um sechs Prozent hinnehmen.

München ist laut GDV aktuell mit 32.940 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern der größte Versicherungsstandort in Deutschland, gefolgt von Köln (26.910) und Hamburg (21.850). Mit einigem Abstand folgen Stuttgart (13.550), Düsseldorf (11.570) und Berlin (11.390).

Beschäftigte in der Versicherungsbranche

Grafik: München ist Top-Versicherungsstandort (Klicken zum Vergrößern)

Jeder siebte Deutsche (14 Prozent) hat laut Hay Group 2013 seinen Arbeitgeber verlassen, um bei einer neuen Firma anzuheuern. Die aktuellen Zahlen aus dem GDV-Jahrbuch belegen: Mit einer Fluktuation von 5,5 Prozent liegt die Versicherungsbranche weit unter diesem Schnitt stellt demnach nicht nur vom Einstiegsgehalt, sondern auch von den Arbeitsbedingungen ein attraktives Umfeld dar. (ku/vwh)

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