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Versicherungsstandort Serbien belebt sich

28.01.2014 – Zeigt der langsam zu beschreitende Weg des Beitritts zur EU Auswirkungen auf den Versicherungsmarkt in Serbien? Während Vertreter der Versicherungsindustrie und der Serbischen Nationalbank bei einem Treffen der Serbischen Handelskammer im Mai 2013 die Erwartung geäußert hatten, dass es langsam zu einer Konsolidierung auf dem Markt komme, ist diese noch nicht eingetreten. Wie im Jahr zuvor waren auch 2013 insgesamt 28 Versicherungsgesellschaften am Markt aktiv, unter diesen waren vier Rückversicherer.

Möglicherweise kommt 2014 jedoch mehr Schwung in den Sektor: Baloise und Uniqa haben bereits angekündigt, dass Uniqa im ersten Quartal 2014 die kroatische und serbische Tochter des unter der Marke „Basler“ aktiven Schweizer Konzerns übernehmen wird. Die bisher fünftgrößte Versicherung Serbiens hofft damit ihre Position im Markt zu stärken. Auch die Axa-Gruppe hat nicht ausschließen wollen, zur Erreichung des angestrebten Wachstums im serbischen Markt möglicherweise einen Wettbewerber zu übernehmen.

Ein Blick auf die derzeitigen Eigentümerstrukturen zeigt, dass 21 der Versicherungsgesellschaften mehrheitlich im ausländischen Besitz sind und sieben in einheimischer Hand liegen. Die ausländischen Versicherer halten dabei eine vorherrschende Stellung vor allem im Bereich der Lebensversicherungen (89,9 Prozent mit Stand Q3 2013), während ihr Anteil bei Nichtleben-Produkten bei 58,2 Prozent liegt. Insgesamt hat seit 2009 der Bereich Leben zugelegt und macht seit 2012 mehr als 19 Prozent des Marktes aus. Zurückgegangen ist dagegen der Bereich Nicht-Leben (80,7 Prozent der Prämien entfallen auf diesen Bereich). Das gesamte Prämienvolumen in Serbien lag 2012 bei 61,5 Mrd. Dinar (550 Mio. Euro).

2012 hat jeder der mehr als sieben Millionen Einwohner Serbiens durchschnittlich 8.536 Dinar (76 Euro) für Versicherungen ausgegeben. Die Versicherungsdurchdringungsrate lag damit zuletzt bei 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Deutschland liegt die Rate bei fast sieben Prozent. Wie gering die  Versicherungsdurchdringung ist, zeigen auch Daten der Serbischen Handelskammer: Bis zu 60 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen haben keine Sachversicherungen abgeschlossen.

Im Vergleich mit anderen Balkanländern wird deutlich, dass in Serbien mehr ausländische Versicherungsgesellschaften tätig sind als bspw. in Kroatien oder Slowenien, und dass die Prämien die niedrigsten in der Region sind. (mh)

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