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Versicherungsmarkt Österreich – Starker Markt mit weiterem Potenzial

09.04.2015 – austria_150Österreich belegt, gemessen am BIP je Kopf in den letzten Jahren regelmäßig Spitzenplätze unter den Mitgliedstaaten der EU. Gemäß den aktuellen Daten von 2013 liegt Österreich auf Platz vier der EU-Staaten, noch vor anderen wirtschaftlich starken Ländern wie den Niederlanden und Finnland. Doch präsentiert sich der Versicherungsmarkt in Österreich ebenso stark? Wo liegen die größten Potenziale für die nähere Zukunft?

Der österreichische Versicherungsmarkt zeigt sich aktuell wieder in guter Verfassung. 2013 konnte, nach Rückgängen in den Jahren 2011 und 2012, wieder ein Prämienwachstum verzeichnet werden. In 2014 verstärkte sich dieses Wachstum und führte, gemäß den vorläufigen Zahlen des Versicherungsverbands Österreich, zu einem Zuwachs der Prämieneinnahmen um 3,3 Prozent auf 17,1 Mrd. Euro. Überdurchschnittliches Wachstum erzielten im Jahr 2013 die Sachversicherungen, im Jahr 2014 wuchsen die Lebensversicherungsprämien überdurchschnittlich. Der Ausblick für 2015 ist positiv, mit den hohen Zuwachsraten des Jahres 2014 bei den Prämien plant die Branche aber nicht.

Der Markt setzt sich zusammen aus einer Gruppe von drei großen Versicherern, die über alle Sparten hinweg 42 Prozent der Prämieneinnahmen auf sich vereinen. Dies sind die Uniqa Österreich Versicherungen, die Wiener Städtische Versicherung und Generali. Dahinter folgen mit Abstand zwölf weitere Anbieter mit Marktanteilen zwischen zwei bis acht Prozent, bezogen auf die Gesamtprämieneinnahmen. Zu dieser Gruppe gehören auch Allianz und Ergo.

Bei den Prämieneinnahmen pro Kopf hat der österreichische Versicherungsmarkt durchaus Nachholpotenzial. Der Markt lag 2013 mit knapp unter 2.000 Euro pro Kopf nur leicht über dem europäischen Durchschnitt, aber beispielsweise hinter Deutschland, Frankreich oder Belgien. Im Verhältnis der Prämien zum Bruttoinlandprodukt liegt Österreich 2012 mit unter sechs Prozent deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 7,68 Prozent. Dies liegt auch am starken Bruttoinlandsprodukt, signalisiert aber Nachholpotenzial.

Wichtiges Thema für die Zukunft der österreichischen Versicherungswirtschaft ist die private Vorsorge. Die demographische Entwicklung führt dazu, dass Mitte der 2030er-Jahre ein Drittel der österreichischen Bevölkerung älter als 60 Jahre sein wird. Daher ist nicht nur die private Altersvorsorge, sondern auch die Absicherung der Pflege Thema für die kommenden Jahre. (mh)

Bild: Der österreichische Versicherungsmarkt bietet große Potenziale. (Quelle: Austria Tourismus)

Link: Interaktive Karte Österreich

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