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Versicherungsaktien bleiben attraktiv

18.08.2014 – DaxtafelDer Stoxx Europe 600 sank in den vergangenen Wochen infolge der globalen Krisenherde um sechs Prozent – ebenso die Entwicklung beim Branchenindex Stoxx Europe 600 Insurance. Dann erholten sich die Märkte leicht. Wegen der Angst um eine militärische Auseinandersetzung in der Ukraine ging der Dax am vergangenen Freitag mit 1,4 Prozent Verlust aus dem Handel. Wer an der Börse investiert, trifft mit Versicherungsaktien dennoch eine solide Wahl.

Das zeigen die weitgehend optimistischen Einschätzungen der Analysten nach der Vorlage der Quartalzahlen von den Konzernen Allianz, Munich Re, Hannover Rück und Swiss Life.

Am 8. August dieses Jahres präsentierte die Allianz einen operativen Ergebnisanstieg für das zweite Quartal von 17,1 Prozent auf 2,77 Mrd. Euro. Auf 10,0 Mrd. Euro mit einer Schwankungsbreite von 0,5 Mrd. Euro soll das Ergebnis in diesem Jahr insgesamt anwachsen. Damit bestätigt Europas größter Versicherer seinen Ausblick für 2014. So erstaunt nicht, dass die aktuellen Ratings der Analysten die Aktie auf „übergewichten“ oder „kaufen“ gesetzt haben.

In den vergangen vier Wochen verbilligte sich der Wert angesichts der angespannten internationalen politischen Lage um gut vier Prozent und konnte sich jetzt im Deutschen Aktienindex wieder deutlich auf 126,15 Euro (Stand: 15.08.2014) erholen. Zu Anfang des Jahres notierte der Wert bei einem Höchststand von 133,90 Euro.

Für Versicherungsaktien generell sieht der Chefhändler der Wertpapierbank Tradegate, Carsten Sommerfeld, gegenüber VWheute, angesichts der Bewertungen „noch Kurspotenzial nach oben“. Es scheint, dass Anleger bei Erstversicherern besonders profitieren können.

Äußerst optimistisch zeigen sich auch die Analysten für die Aktie der Swiss Life. Stefan Schürmann, Analyst von Vontobel Research, rät in seiner Analyse zum Kauf. Die Halbjahresergebnisse seien solide und mit Blick auf den Gewinn leicht besser als erwartet. Die Übernahme des Immobilienmanagements in Deutschland entspreche der Strategie von Swiss Life und sorge für weiteres Wachstum.

Bei den Rückversicherern hingegen reichen die Bewertungen von zurückhaltend bis optimistisch. Volker Sack von der Nord LB zum Beispiel senkte für die Munich Re sein bisher festgelegtes Kursziel von 160 auf 145 Euro. Zwar habe der Konzern ungeachtet negativer Währungseffekte und einem „weicheren“ Rückversicherungsgeschäft sowie überdurchschnittlicher Großschäden solide Q2-Zahlen vorgelegt, dennoch werde sich die Gesamtsituation nicht großartig verändern. Hingegen schätzt J.P.-Morgan-Analyst, Michael Huttner, den Wert optimistisch ein. Er geht davon aus, dass die Aktie positiv überraschen werde, was die Freisetzung von Bewertungsreserven“ angeht und setzt das Papier mit einem Kurziel von 185 auf „overweight“.

Begrenztes Aufwärtspotenzial sieht Stefan Bongardt, Analyst von Independent Research, für die Aktie der Hannover Rück. Aufgrund einer höheren als prognostiziert ausgefallenen Steuerquote sei die Prognose für das Nettoergebnis im zweiten Quartal leicht verfehlt. (ki)

Links: IM BLICK, MÄRKTE, KÖPFE

Foto: Dax-Tafel an der Frankfurter Börse (Quelle: Screenshot Live-Blick auf die Dax-Tafel; Gruppe Deutsche Börse)

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