Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Versicherer-Zahlen: Stimmungsbilder und offene Baustellen

09.05.2016 – Baustelle_by_Bernd Sterzl_pixelioManch einer bezweifelt die Aussagekraft von Zahlen aus dem ersten Quartal – das Schadenjahr ist jung. Erste Stimmungsbilder für das laufende Geschäftsjahr kommen diese Woche von der Munich Re, der Talanx Gruppe, der Generali, der Zurich, der Axa und nicht zuletzt von der Allianz. Während der Branchenprimus den Wechsel an der Spitze bereits hinter sich hat, geht es bei fast allen anderen darum, sich neu auszurichten und Baustellen anzugehen.

Konzernchef Oliver Bäte hat bereits im November anklingen lassen, wie er die digitale Führerschaft erreichen will. Dass der Umsatz um 6,4 auf 35,4 Mrd Euro zurückging jetzt im Vergleich mit dem Q1 2015. Dennoch spricht er von einem “sehr guten Start” und peilt weiter den Jahresgewinn von bis zu 11 Mrd. Euro an (2015: 10,7). Das erste Quartal steuert hier 2,8 Mrd. (-3.5 Mrd.) Euro bei. Näheres gibt es am Mittwoch.

Tatsächlich vor allen Dingen versicherungstechnisch hat die Konkurrenz in Paris zugelegt. Um ein Prozent auf 31,8 Mrd. Euro hat die Axa ihren Umsatz gesteigert. Hier konnte der kommende Konzernchef Thomas Buberl noch aus dem Deutschlandgeschäft ein deutliches Plus mitbringen. Bis Juni erarbeitet er mit seinem Vorgänger Henri de Castries die Zukunftsstrategie.

Bereits am Dienstag informiert Nikolaus von Bomhard darüber, wie das Jahr 2016 für die Munich Re angegangen ist. Erste Andeutungen gab es bereits bei der Hauptversammlung. Ob das Ziel von 2,3 bis 2,8 Mrd. Euro Jahresgewinn zu halten sein wird, bezweifeln Analysten bereits. Denn noch hat der neue Ergo-Chef Markus Rieß die Kosten für seinen Umbau nicht auf den Tisch gelegt. Was also auf von Bomhards Nachfolger Joachim Wenning abgesehen von Herausforderungen am Kapitalmarkt und durch Überkapazitäten im Kerngeschäft sonst noch zukommt, klärt sich erst im weiteren Jahresverlauf.

Bei der Zurich will man das verheerende Schadenjahr 2015 schnell vergessen machen. Kaum an der Spitze, hat Konzernchef Mario Greco gleich saftige Renditen versprochen. Ob er aus dem operativen Geschäft liefern kann, auch dafür gibt es gleich zu Beginn seiner Amtszeit erste Indizien. Am Donnerstag präsentiert er erstmals die Quartalszahlen. Zur gleichen Zeit wird in Triest – da, wo Greco herkommt – mit Philippe Donnet ebenfalls der Neue ans Mikro treten, und verkünden, wo die Generali noch smarter werden muss. Im vergangenen Jahr ließen vor allen Dingen ausgebliebene Schäden die Kasse klingeln.

In Sachen Spitzenpersonal konstant und bereits inmitten der Konsolidierung befindet sich der Talanx Konzern. Herbert K. Haas hat hier zwar längst Wind aus den Segeln genommen, was übertriebene Erwartungshaltungen angeht. Vielleicht kann er bei der Hauptversammlung am Freitag, 13., das internationale Geschäft schlechthin präsentieren. Denn Wachstum im Ausland sowohl in der Privat- und Firmenversicherung, hatte er als Ziel ausgegeben.

Geht es nach der Frühjahrs-Steuerschätzung, können Versicherer auch weiter mit satten Gewinnen rechnen. Denn die Einnahmen aus der Versicherungssteuer sollen bis 2020 auf knapp 13,9 Mrd. Euro (2014: 12 Mrd) steigen. (ku)

Bildquelle: Bernd Sterzl/ pixelio

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten