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Versicherer als Partner für Ernährungssicherheit

18.11.2015 – Afrika_Markt_Dieter Schuetz_pixelio.de.jpg - Windows-FotoanzeigeErnährungssicherheit ist für 870 Millionen Menschen bis heute keine Realität. Niedrige Lebensmittelpreise, Klimawandel sowie unzureichende Infrastruktur sind für das globale Ernährungssystem gravierende Risiken. Um die Vulnerabilität der Landwirtschaft gerade auch in den sogenannten Entwicklungsländern zu verringern und die weltweite Ernährungslage zu verbessern, können Versicherungen eine Lösung sein.

Stark in der Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit ist die Swiss Re engagiert. Ihr CEO Michel Liès verpflichtete den Rückversicherer 2012 zur Bereitstellung von Versicherungsschutz für 1,4 Millionen afrikanische Kleinbauern bis 2017. “Mit über zwei Millionen versicherten Kleinbauern haben wir bereits heute dieses Versprechen erfüllt und unser ursprüngliches Ziel bei weitem übertroffen”, sagt Lukas Müller, Head North & Sub Saharan Africa bei Swiss Re.

Klimatisch stark exponierte Regionen, wie Sub-Sahara-Afrika oder Asien, haben häufig einen sehr fragilen Landwirtschaftssektor. Dürre, Überschwemmungen oder auch Schädlingsbefall führen in diesen Ländern nicht nur zu erheblichen Ernteausfällen, sondern gefährden die Existenzgrundlage der von der Landwirtschaft abhängigen Bevölkerung.

Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungshilfepolitik wurde daher das Modell einer index-basierten Ernteversicherung, eine spezielle Form der Mikro-Versicherung, entwickelt. Die African Risk Capacity Insurance (ARC Insurance) etwa ist eine solche Versicherungsgesellschaft, die afrikanischen Ländern Versicherungsschutz gegen Dürre anbietet.

Mit 50 Mio. Euro beteiligte sich auch die deutsche KfW-Entwicklungsbank an dem Aufbau der ARC Insurance. Neben Swiss Re ist auch Munich Re an dem Projekt beteiligt. Bisher erhielten Kenia, Mauretanien, Mosambik, Niger und Senegal entsprechenden Versicherungsschutz von ARC Insurance. 2014 kam es zum ersten Versicherungsfall. Die ARC Insurance zahlte an Senegal, Niger und Mauretanien 25 Mio. US-Dollar.

Doch die Unterstützung beschränkt sich nicht nur auf finanzielle Leistungen, sondern das Konzept zielt vor allem auch auf den Aufbau eines nachhaltigen Risk-Managements. Bevor eine Police abgeschlossen werden konnte, musste daher die Regierung des jeweiligen Landes nachweisen, wie sie die Gelder bei einer Dürre einsetzten will.

Diese Notfallpläne wurden vor Vertragsabschluss von unabhängigen Experten überprüft. “In diesen Plänen ist festgelegt, wie das Geld eingesetzt wird”, betont KfW-Teamleiterin Monika Beck. Das könne direkte Nahrungsmittelhilfe für hungernde Menschen sein, aber auch widerstandsfähiges Saatgut oder das Bohren von Brunnen, um bei künftiger Trockenheit weiterhin Ernten zu ermöglichen. (jko)

Bildquelle: Dieter Schütz / Pixelio.de

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