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Kurorte sind Säulen der Gesundheitswirtschaft

23.06.2014 – VillaKurorte und Heilbäder sind wichtige Eckpfeiler des deutschen Gesundheitswesens. Alleine in Bayern werden in beiden Sektoren pro Jahr rund 3,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. 400.000 direkt und indirekt in Kurorten Beschäftigte erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von über 30 Mrd. Euro.

Wirtschaftlichkeit und eine hohe touristische Anziehungskraft haben bei den Heilstätten von heute eine zunehmende Bedeutung. Für jedes Bedürfnis, für jeden Geschmack werden individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Behandlungsprogramme entwickelt. Körper und Seele ins Gleichgewicht zu bringen, ist im Kurwesen Grundidee und Anstrengung zugleich.

Fortwährend werden Förderprogramme implementiert, um die medizinische Qualität am Standort D zu erhöhen. In den Bereichen Früherkennung, Prävention und Rehabilitation sollen die Gesundheitsprofile der Gemeinden geschärft werden. Vor allem der ländliche­ Raum profitiert in seiner wirtschaftlichen und sozialpolitischen Bedeutung von Förderprojekten. Indes sei ein Trend zur privat finanzierten Kur zu verzeichnen, wo der Patient den Ort je nach Attraktivität selbst wählt, sagt Marcel Huber,­ bayerischer Staatsminister.

Formell müssen vor dem Eintritt in die Kur zunächst die Wege der Finanzierung ausgelotet und bürokratische Hürden aus Nachweisen zur Notwendigkeit medizinischer Anwendungen überwunden werden. An diesem Punkt stoßen Patienten an die Grenzen der Versicherbarkeit, zumal das Verständnis des Gesundheitsbegriffs bei den beteiligten Parteien − den Versicherern und den Versicherten – häufig divergiert.

Wer eine Kur letztlich finanziert, hängt von bestehenden Versicherungen, Krankheitsursachen und Behandlungszielen ab. Während die Kostenerstattung für eine Behandlung bei GKV-Patienten an strikte gesundheitsgefährdende Risikofaktoren gebunden ist, sind Aufenthalte für PKV-Versicherte in den seltensten Fällen erstattungsfähig oder beinhalten nur geringe Festzuschüsse. „Gemäß unserer Musterbedingungen sind Kurleistungen kein Bestandteil des privaten Krankenversicherungsschutzes“, erklärt Stephan Caspary, Pressereferent des PKV-Verbandes. Dass sich die gesetzlichen Krankenkassen an dieser Stelle mit Angeboten überbieten, sei aber nicht festzustellen. „In der GKV dürfen Kuren nur auf Antrag bei gravierenden Krankheitsbildern und in weiten zeitlichen Zyklen bewilligt werden.“

Einige private Krankenversicherer bieten mit Ergänzungstarifen für Kur- und Sanatoriumsbehandlungen erweiterte Kostendeckungsmöglichkeiten, um ihre Kunden vor hohen Therapiekosten zu bewahren. Bei medizinisch notwendigen und ärztlich überwachten Kuren erstatten sie bei stationärer Kurbehandlung u.a. die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Reisen, Heilanwendungen und Kurtaxe pro Tag bis zum versicherten Tagessatz. Auch im Rahmen von so genannten „Anschlussheilbehandlungen“ sind in der PKV spezielle Regelungen vorhanden. (mst)

Foto: Heilstätten sind mittlerweile repräsentative Gesundheitszentren. (Quelle: Fouad Vollmer/Werbeagentur für den Hessischen Heilbäderverband e.V.)

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