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Vernetzte Risikowelt

18.03.2014 – OXa`In Zeiten volatiler Märkte und einer vernetzten Risikowelt nimmt die Bedeutung widerstandsfähiger Unternehmensstrukturen zu. Die Wirtschaft fokussiert sich auf den direkten Dialog mit Risk-Managern. Beide Seiten sind sich einig: In einer produzierenden und forschenden Industrie können Emerging Risks nur mit individuellen Konzepten versicherbar gemacht werden.

Die Rahmenbedingungen der Industrie ändern sich ständig und so schnell wie nie. Neu aufkommende Risiken setzen Versicherer fortwährend unter Veränderungs- und Anpassungsdruck. „Diesem muss man sich stellen”, sagt Hans-Jürgen Allerdissen, Vorsitzender des Deutschen Versicherungsschutzverbandes (DVS). “Die Märkte fallen nicht vom Himmel, sondern müssen gemacht werden“. Indes erfordert der harte Wettbewerb unter den Industrieversicherern ein klares Placement am Markt – ob Nischenplayer, die sich ausschließlich auf ein bestimmtes Produkt fokussieren, Versicherer, die sich vor allem als Kapazitätsgeber verstehen oder Führungsversicherer, die Industrieunternehmen begleiten und wesentliche Teile des Risikotransfers übernehmen – die Rollen, um sich abzuheben, sind breit gestreut.

Naturgemäß haben rechtliche und organisatorische Neutendenzen einen signifikanten Einfluss auf die Schadenregulierung. Versicherer könnten sich in diesem Umfeld nur dann mit Nachhaltigkeit positionieren, wenn ihr Core-Business Schadenregulierung weiterhin mit dem Core-Business Underwriting eng verzahnt werde, so der DVS-Vorsitzende. Letztendlich will der Kunde in jedem Stadium der Wertschöpfungskette eine positive Serviceerfahrung machen. “Vor allem in der Schadenregulierung hat es in der vergangenen Dekade einen Wandel von der individualistischen, rein technischen Schadenbearbeitung hin zu einer nach Effizienzgesichtspunkten gesteuerten, prozessorientierten Bearbeitung gemacht“, erklärt Andreas Wania, Hauptbevollmächtigter von Ace Deutschland.

Im Zuge eines sich intensivierenden Informationsaustausches via Internet- und Social-Media-Plattformen verzeichnet vor allem der Markt für die Absicherung von Cyberrisiken eine zunehmende Dynamik. Nach Angaben von Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) wird dieser in Europa bis 2018 auf ein Prämienvolumen von 900 Mio. Euro ansteigen, von heute etwa 150 Mio. Euro. „Separate Deckungskonzepte für IT-Risiken sind notwendig, weil es nie einen 100-prozentigen Schutz durch Firewalls gibt“, erklärt Christopher Lohmann, Vorstand von AGCS. Es bestehe die Möglichkeit, das Restrisiko selbst zu tragen oder es in den Markt zu transferieren. Bei eigenständigen Konzepten werden Lücken und Over-Laps vermieden.

Die richtigen Inhalte an die richtigen Personen zu kommunizieren, ist ein primäres Ziel des Risk-Managements. Der Dialog zwischen versicherungsgebender und versicherungsnehmender Wirtschaft muss intensiviert werden, um den Bedarf an Deckungskonzepten zu eruieren. Letztlich ergeben sich aus diesem Prozess neue Ansätze, Konzepte und Innovationen, also unabkömmliche Voraussetzungen für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Industrieversicherern. (mst)

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