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Vermittler in die digitale Kommunikation integrieren

17.09.2015 – Versicherungstag_woDie fortschreitende Digitalisierung und die sozialen Medien stellen neue Herausforderungen an Versicherungsvermittler. Das war der eindeutige Tenor auf dem 12. Norddeutschen Versicherungstag gestern in Hamburg. Bei komplexen Produkten, wie man sie in der Altersvorsorge vorfindet, suchen Versicherungskunden nach wie vor den Kontakt zu einem Berater. Das Internet hilft da nicht viel weiter.

Hans-Georg Jenssen, Geschäftsführender Vorstand des VDVM, unterstreicht, dass Makler schon heute in der modernen Welt zu Hause seien und digitale Medien nutzten. Der Vermittler sei dadurch in der Lage, eine bessere und zielgerichtete Beratung zu leisten. Allerdings, so Jenssen, wären die Makler zufriedener, wenn sie im Zusammenhang mit modernen Medien mit den Versicherern „redundanzenenfrei“ zusammen arbeiten könnten.

Jenssen sieht aber auch Grenzen der Technik: „Ich kann mir kaum vorstellen, dass im Gewerbebereich auf die persönliche Betreuung verzichtet werden kann“. Auch die Beratung für eine qualifizierte Altersversorgung könnte wohl kaum durch eine Maschine ersetzt werden.

Michael Heinz, Präsident des BVK, betont, dass die Vermittler schon verstanden hätten, dass es eine veränderte Welt gebe. Versicherungen seien aber nach wie vor etwas sehr Persönliches für den Kunden, weshalb weiterhin der qualifizierte Berater gefordert ist. Heinz verdeutlichte, dass Beratung „ein Wert an sich bedeutet“. Die digitale Welt generiere möglicherweise auch neue Vergütungssysteme, wenn sich das Berufsbild des Vermittlers verändere. Heinz äußerte die Auffassung, dass nicht immer das billigste Produkt das Beste sei, sondern es vielmehr auf den Leistungsumfang ankomme. Das zu erklären, könnte nur ein Berater.

Andreas Schmid, Leiter der Vertriebsdirektion Hamburg der Allianz, gab zu bedenken, dass allein der Kunde entscheide, wie er mit seinem Versicherer kommunizieren wolle. „Wir müssen stets parallel aufgestellt sein, sowohl online als auch offline“. Thiess Johannssen, Kommunikationsleiter der Itzehoer, unterstrich, dass Versicherungen nicht wie Shopping-Produkte im Internet angeboten werden könnten. „Es ist schon eine Herausforderung für die Unternehmen, die Vermittler in der Fläche in den digitalen Informationsprozess mit den Kunden zu integrieren“. (wo)

Bildquelle: wo

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