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VBG plädiert für bessere Prävention in Spielstätten

30.07.2014 – Spielhalle_nitewind23_sxcDie bundesweite Untersuchung der VBG zur Sicherheit in Spielstätten hat ergeben, dass in zwei Dritteln der Überfälle das Geld aus der gesicherten Wechselkasse stammt. Zudem wurde festgestellt, dass mehr als die maximal zulässigen 500 Euro aufbewahrt wurden.

Der aktuelle Sicherheitsreport, das Magazin der VBG setzt mit seinen Vorschlägen für Intensivierung der Präventionsmaßnahmen dort an: Diese müssten dazu führen, dass Aufsichten in Spielstätten möglichst keinen direkten Zugriff auf Bargeld haben. Potenzielle Täter würde so gar kein Anlass zu einem Überfall gegeben.

Die entsprechende technische Lösung wäre hier die ausschließliche Verwendung von Geldwechsel-Automaten. Bereits 90 Prozent der untersuchten Betriebe verfügen laut VBG über derartige Automaten und auch über eine Videoanlage. Die Verbesserung des Cash Managements und Vernetzung der Spielgeräte machen für die Beschäftigten den Zugang zu Bargeld dann kaum mehr nötig.

“Die Täter haben es vor allem auf das Bargeld abgesehen”, gibt Dirk Hofmann, Leiter des Präventionsfelds Kreditinstitute und Spielstätten bei der VBG, dem Magazin Auskunft. “Wesentlich für uns als Unfallversicherung sind jedoch die Beschäftigten, die von diesen Überfällen betroffen sind.”

“In all unseren Filialen tragen die Beschäftigten einen Handfunksender, der direkt bei einem Wachdienst aufgeschaltet ist”, erklärt Robert Dengel, Prokurist eines Recklinghausener Casinos. Man habe hier die gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften mehr als erfüllt. Nach einem Überfall vertraue man auf die Rehabilitationsmaßnahmen der VBG.

Sämtliche Präventionsmaßnahmen sollen den Anreiz zu einem Überfall reduzieren. Diese sind in der Unfallverhütungsvorschrift “Spielhallen, Spielcasinos und Automatensäle von Spielbanken” verbindlich geregelt. Ganz ausschließen können diese einen Überfall indes aber nicht. Mindestens zwei Beschäftigte sollten stets vor Ort sein.

Damit diese vor Ort durch ihr Verhalten einem Überfall entgegenwirken können und auch während eines Überfalls wissen, was zu tun ist, sind regelmäßige Unterweisungen unumgänglich. Die Erhebung der VBG brachte indes aber zutage, dass bei knapp 40 Prozent der untersuchten Casinos und Spielhallen keine Unterweisung stattgefunden hatte.

Für den Unfallversicherer weiter zentral: “Wir mussten leider feststellen, dass neben den Folgen von körperlicher Gewalt vor allem seelische Verletzungen vorliegen”, sagt Hofmann mit dem Blick auf betroffene Beschäftigte.

Foto: Die Zahl der Casinos nimmt zu. Der VBG gibt Hinweise zur Intensivierung der Präventionsanstrengungen. (Quelle: nitewind23/ sxc)

Link: Spielstätten – sicher und erfolgreich: VBG-Branchenleitfaden mit Tipps und Handlungshilfen (PDF)

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