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Urbane Verkehrsflüsse der Zukunft

19.08.2016 – VerkehrDer Transport von Gütern im städtischen Raum und das Zusammenspiel mit der Infrastruktur sowie anderen Verkehrsteilnehmern ist hochkomplex. Logistische und wirtschaftliche Interessen sind in Einklang zu bringen mit verkehrspolitischen und städtischen Entwicklungen, konstatieren Matthias Hormuth, Solution Director Logistics Concepts, und Petra Gust-Kazakos, PR Managerin der PTV Group in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Dabei sorgen neue Player auf dem Markt wie Amazon Fresh oder Uber Cargo für neue Formen im Lieferverkehr. Eine Folge daraus sind immer kleinere Sendungen bei steigender Gesamtmenge, die zu häufigeren Transporten bei engen Lieferzeitfenstern, knappen Ladezonen und weiteren Restriktionen führen.

Abgesehen von den Transporten der Güter innerhalb von Städten sowie zwischen den Städten selbst gibt es weitere Fahrten, die ebenfalls nicht der privaten Mobilität dienen. Dazu zählen Dienstfahrten, medizinische und technische Notdienste sowie weitere unverzichtbare gewerbliche Verkehre, die das Verkehrsaufkommen zusätzlich steigern. Sie gehören wie der Lieferverkehr zum städtischen Wirtschaftsverkehr und tragen zur Gesamtbelastung der Städte bei.

Um die CO2-Belastung in den Städten in den kommenden Jahren dauerhaft zu reduzieren, soll die Anzahl konventionell betriebener Fahrzeuge in Innenstädten stark reduziert, ab 2050 ihre Einfahrt sogar verboten werden, so die Experten weiter. Gleichzeitig gewinnen neue innovative Lösungsansätze durch neue Technologien bei den Fahrzeugantrieben zunehmend an Bedeutung, dazu zählen unter anderem auch elektrobetriebene Fahrzeuge, spezielle Kleinlaster, E-Fahrräder oder E-Roboter, oder auch Zustellungsformen per Drohnen.

Für die Versicherer selbst ergeben sich aus Sicht der Experten daraus neue Herausforderungen und gleichzeitig neue Fragestellungen: Der Lieferverkehr der Zukunft wird noch viele weitere Neuerungen mit sich bringen: den Einsatz von Drohnen in der Transportlogistik, selbstfahrende Lieferfahrzeuge, Konzepte wie Uber Cargo, bei denen Privatpersonen zum Teil der Lieferkette werden, oder Lieferungen direkt in den Kofferraum des Kunden.

Damit kommen auch ganz neue Aufgaben auf die Versicherer zu. Zum einen tauchen Aspekte wie Datenschutz, die Frage nach der Transaktionssicherheit von kundenbezogenen Daten und das weite Feld der Cyber Security auf. Zum anderen ergeben sich aus den neuen Entwicklungen der Transportlogistik etliche Fragen: Wer wird das Transportrisiko übernehmen bei stark arbeitsteiligen oder auf kooperativen Ansätzen basierenden Prozessen der Zustellung, insbesondere, wenn Privatpersonen zu Kurieren auf der letzten Meile werden? Wo und wann erfolgt der Warenübergang an den Endkunden bei alternativen Lieferorten oder bei der Zustellung von Sendungen in den Kofferraum eines Firmen- oder Privat-Pkws? Welche Ansprüche lassen sich aus immer exakteren Lieferterminzusagen ableiten und welche Konsequenzen hat eine Nichteinhaltung? (vwh)

bestellen_vwh“Urbane Verkehrsflüsse”, in der Versicherungswirtschaft 08/16 (Zum Beitrag)

Bildquelle: Schubalu / pixelio.de

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