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Unterschiedliche Erwerbsbiographien prägen private und gesetzliche Altersvorsorge

04.10.2013 – ostwestDie Themen Alterssicherung und Berufstätigkeit spalten das Land weiterhin, das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die diese im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt hat.

Vor 23 Jahren trat die Deutsche Demokratische Republik (DDR) der Bundesrepublik Deutschland (BRD) bei. Doch während die geografischen und politischen Grenzen aufgehoben wurden, sind gerade im wirtschaftlichen Bereich immer noch Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland vorhanden. So wird sich auch 2014 der Unterschied zwischen Ost- und Westrenten weiter vergrößern, da es bisher nicht gelungen ist, ein einheitliches Rentenrecht zu schaffen.

Allensbach zufolge hält die Mehrheit der Menschen (58,8 Prozent) in den neuen Bundesländern vor allem das Doppelverdiener-Modell für geeignet, den Lebensstandard dauerhaft abzusichern. In Westdeutschland glauben das nur 44,7 Prozent. Die Bürger tendieren hier eher zur klassischen Rollenverteilung mit einem Hauptverdiener. 63,8 Prozent der Menschen in den alten Bundesländern sind der Meinung, dass es wichtig ist, wenn mindestens ein Partner einen sicheren Job hat (Ostdeutschland: 49,2 Prozent).

Private Altersvorsorge wird in Ost- und Westdeutschland ebenfalls noch anders bewertet: 57,7 Prozent der Bürger in den alten Bundesländern setzen zur Sicherung des Lebensstandards auf den Aufbau einer privaten Altersvorsorge, in Ostdeutschland machen das nur 47,6 Prozent. Vor diesem Hintergrund betont GDV-Präsident Alexander Erdland: „Elementar für den Erhalt des Lebensstandards im Alter ist ein eigenes, langfristiges Erwerbseinkommen.“ Gute Altersvorsorge dürfe nicht allein davon abhängen, ob eine Ehe ein Leben lang hält oder nicht.

Signifikante Unterschiede bestehen auch bei der Motivation für die Wiederaufnahme einer Arbeit: Für 75 Prozent der befragten, nicht berufstätigen Ostdeutschen ist der Hauptgrund, dadurch finanziell deutlich besser gestellt zu sein als vorher (Westdeutschland: 43,5 Prozent). 46,3 Prozent der Menschen in Ostdeutschland nannten als weiteren wichtigen Grund, dass ihre Rente spürbar aufgebessert würde (Westdeutschland: 34,9 Prozent). Bei den nicht berufstätigen Westdeutschen ist bei der Wiederaufnahme der Arbeit vor allem entscheidend, dass sie einen geeigneten Job finden (50,9 Prozent). In Ostdeutschland sind es 41,8 Prozent. (ko)

GDV-Grafik-Prioritaeten-Altersvorsorge

Link: Ost und West ticken beim Thema Altersvorsorge anders

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