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IT und veränderte Wertschöpfungsketten

24.11.2015 – Koehler_Versicherungsforen“Eine exzellente IT hat das Potenzial, Veränderungen in der Unternehmensorganisation herbeizuführen”, sagt Andre Köhler, Geschäftsführer Softwareforen Leipzig. Zum heute startenden Messekongress “IT für Versicherungen”, stellt er im Interview mit VWheute fest: “In vielen Unternehmen dürfte es aber noch etwas dauern, bis man diesen Zustand erreicht hat.”

VWheute: Wo sehen Sie die größten Potenziale für Versicherer rund um das Thema IT? Welche Themen werden heute und morgen hier vor allen Dingen bei Ihnen diskutiert?

André Köhler: Dass die Branche in einen Prozess tiefgreifender Veränderungen eingetreten ist, macht sich zunehmend in der IT bemerkbar. Es gibt eine intensive Diskussion rund um die aktuell stattfindende Digitalisierung unserer Gesellschaft und deren Auswirkungen auf Versicherer und die Versicherungs-IT. Dabei erhalten längst bekannte Themen wie die Modernisierung von Altsystemen, der verstärkte Einsatz von Standardsoftware und die Umsetzung regulatorischer Anforderungen neue Aufmerksamkeit. Zusätzlich sprechen wir verstärkt über veränderte Wertschöpfungsketten im Umfeld des Endkunden, über mobile Services, über neue Kanäle zur Kundenkommunikation, über Prozessautomatisierungen und vieles mehr. Weiterhin werden die Erfahrungen, die in den letzten Jahren in der Branche mit agilen Projekten gemacht wurden, nun über die Grenzen der IT hinaus in die Unternehmen getragen, um insgesamt schneller, flexibler und kostengünstiger zu werden.

VWheute: Inwiefern kann eine Neuausrichtung der IT gar die Organisation eines Versicherungsunternehmens umkrempeln?

André Köhler: Versicherungen sind bereits heute digitale Unternehmen. Die wesentlichen Assets einer Versicherung – Verträge, Daten, Zahlungsströme – sind vollständig digitalisiert. Dementsprechend hat die Leistungsfähigkeit der IT einen ganz besonderen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit eines Versicherers. Darüber hinaus soll die IT in Zukunft viel stärker als heute das Geschäft vorantreiben, z.B. durch eigene Impulse für Verbesserungen in Prozessen und Produkten. Wer bei der Digitalisierung vorne mitspielen will, muss über exzellente IT-Fähigkeiten verfügen. Eine solche IT hätte durchaus das Potenzial, Veränderungen in der Unternehmensorganisation herbeizuführen. In vielen Unternehmen dürfte es aber noch etwas dauern, bis man diesen Zustand erreicht hat.

VWheute: Ihre Prognose für 2016: Welche (neuen) Player werden den Markt aufwirbeln?

André Köhler: Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau. Es gibt viele Initiativen in Deutschland wie auch international, ausgehend vom Start-up bis zum etablierten Konzern, die gerade sehr interessante Ansätze entwickeln. Welche davon erfolgreich sein werden, lässt sich nicht seriös prognostizieren. Ich denke aber, dass 2016 in dieser Hinsicht für alle Beteiligten ein spannendes Jahr wird.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Bild: Andre Köhler, Geschäftsführer Softwareforen Leipzig, eröffnet heute den Messekongress “IT für Versicherungen” (Quelle: Versicherungsforen)

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