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Transformation der Mobilität

04.08.2016 – Mobilitaet_81327271_FotoliaGesperrte Brücken und teils regelrechte Schlaglochpisten ist auf Deutschlands Straßen derzeit eher Normal- als Ausnahmezustand. Seit Jahren investiert die Politik zu wenig in die Verkehrsinfrastruktur des Landes. Dabei ist die Verkehrsentwicklung der Zukunft von einem starken Wachstum gekennzeichnet, konstatiert Stephan Rammler, Professor am Institut für Transportation Design in Braunschweig.

Wachstumstreiber sind aus Sicht des Experten vor allem die Bevölkerungs- und Wachstumszuwächse sowie die zunehmende internationale Arbeitsteilung. Durch die zunehmende Urbanisierung bekommt diese Entwicklung hingegen eine besondere Dramatik, da den wachsenden Verkehrsmengen weniger Raum zur Verfügung steht und durch die kompakte Bündelung immer mehr Menschen von schadhaften lokalen Verkehrsemissionen betroffen sind, konstatiert der Experte in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Neben den wachsenden Verkehrsmengen ergeben sich aktuell auch aus den von der Digitalisierung getriebenen “disruptiven” Innovationsdynamiken in den Mobilitätsmärkten neben Chancen auch Risiken, betont Rammler. Um die Mobilitätslösungen der Zukunft entsprechend positiv gestalten zu können, sieht der Experte die einzige Lösung im künftigen Verzicht aus fossile Treibstoffe in der Mobilität.

Neben Antriebssystemen auf der Basis regenerativer Systeme sollten künftig vor allem auch elektrische Antriebe in allen Verkehrssystemen zum Einsatz kommen. Dabei unterscheidet er zwischen batterieelektrischen, brennstoffzellenelektrischen und hybridelektrischen Antriebsarten. Flankiert werden sollte der technische Transformationsprozess gleichzeitig durch folgende Leitplanken:

  • “Neue Mobilität”: Gerade bei jüngeren Bevölkerungsrguppen sei ein Verhaltenswandel zu mehr Vielfalt in der Wahl der Verkehrsmittel zu beobacheten – einhergehend mit einer tendenziellen Abkehr vom Automobil.
  • Aufschwung der Radkultur: Vor allem in Deutschland werde die Nutzung des Fahrrades ohne maßgebliche politische Förderung und Unterstützung zunehmend beliebter.
  • Öffnung gegenüber neuen Verkehrskonzepten: In Teilen der Automobilindustrie zeige sich zunehmend eine Bereitschaft, Mobilität auf der Basis verfügbarer digitaler Technologien und einer Neuformatierung von Prozessen zu betrachten.

Insgesamt sieht der Experte die zentralen Herausforderungen des Verkehrsflusses eher in der Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften vom Rohöl, dem lokal und regional oftmals besonders starken Emissionsbelastungen und der besonderen Verantwortung für die mobilitätsbezogenen Klimaemissionen. Die Bewältigung reiner Mengenprobleme des Verkehrs in Kerneuropa ist aus Sicht Rammlers hingegen ein ungleich geringeres Problem als in den meisten anderen Teilen der Welt. (vwh/td)

bestellen_vwhRevolution mit ökologischem Fußabdruck, in der Versicherungswirtschaft 08/16 (Zum Beitrag)

Bildquelle: Fotolia

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