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Tourismusbranche: Spektrum der Risiken

14.08.2014 – Welches sind die Einzelrisiken und Risikoklassen der Tourismusbranche? Das Spektrum direkt quantifizierbarer Ereignisse reicht von der Epidemie bis hin zu einer Flugzeugentführung. Dazu kommen Imagerisiken und Vertrauensverlust durch schlechte Bewertungen oder negative Berichterstattung.

Ein Gastbeitrag von Nicole Eickmann und Jürgen Petzold (Jade Hochschule).

TUI beschreibt diesen Sachverhalt wie folgt: Um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang Risiken getragen werden. Aktives Risikomanagement in Touristikunternehmen ist ein fortlaufender Prozess, bei dem die Risiken identifiziert, analysiert, bewertet, gesteuert und kontrolliert werden.

Der erste Prozessschritt des Risikomanagements ist die systematische Identifikation aller relevanten Risiken. Die Risikoidentifikation sollte kontinuierlich und vor allem vollständig erfolgen. Denn selbst scheinbar unerhebliche Risiken können in Verbindung mit anderen Risiken im Rahmen einer Risikoakkumulation die Existenz des Unternehmens bedrohen.

Risikoklassen und Einzelrisiken in der Tourismusbranche

(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Risikoklassen und Einzelrisiken in der Tourismusbranche – Das Risikogesamtbild für die Unternehmen ist breit gefächert. (Quelle: vwh)

Ziel der anschließenden Risikomessung ist die Abbildung eines individuellen Risikoportfolios des Unternehmens sowie die Darstellung der Interdependenzen und Akkumulationspotenziale zwischen den Einzelrisiken mithilfe von Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Die Risikoanalyse hängt von der Risikoeinstellung des Unternehmens ab, denn diese kann zwischen risikofreudig und risikoscheu liegen.
Es erfolgt in der Regel eine Einteilung der Risiken in die Kategorien kritisch, wichtig und unwichtig bzw. kleines, mittleres und großes Risiko.

Schließlich folgt mit der Risikosteuerung das zentrale Moment: Mögliche Strategien sind hier die Vermeidung, Verminderung, Begrenzung und Akzeptanz von Risiken. Auch der Risikotransfer im Rahmen des Kaufs von Versicherungsschutz ist eine Option. Mittels unterschiedlicher Steuerungsstrategien können Risiken sowohl in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit als auch ihr Schadensausmaß reduziert werden.

Im Rahmen eines professionellen Reiserisikomanagements für Krisengebiete können die Touristikunternehmen auf den Service spezialisierter Unternehmen zurückgreifen. So unterhält beispielsweise das Unternehmen Control Risks drei Online-Datenbanken: den Business Planner“, den „Business Traveller“, der die Reisesicherheit für 120 Ländern bewertet, und den „City Brief“, der detaillierte Sicherheitsanalysen für 300 Großstädte bietet. Obwohl diese Datenbanken ursprünglich für Geschäftsreisende gedacht waren, können sie auch für touristische Reisen genutzt werden

Die Autoren: Jürgen Petzold, ist Verwalter einer Professur an der Jade Hochschule und Studiengangsleiter „Wirtschaft im Praxisverbund“ (WiP). Nicole Eickmann hat im Juli 2013 ihr Studium der Tourismuswirtschaft an der Jade Hochschule erfolgreich abgeschlossen.

Lesen Sie den kompletten Artikel “Kombilösungen gesucht – Versicherungskonzepte für die Tourismusbranche sind noch ausbaufähig” in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 8/14).

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