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Top Employer: Geringe Fluktuationsrate bei Versicherern

04.11.2014 – Die Arbeitgeber der Versicherungsbranche sind attraktiv und können von steigendem Interesse an den Ausbildungsplätzen berichten. Doch ganz ohne Sorgen kann die Branche nicht in die Zukunft blicken.

Bezogen auf die Gehälter gehört das Versicherungswesen zu den Top-Branchen in Deutschland. Beim durchschnittlichen Gehalt für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss gehören Versicherer zu den Top Ten. Bezogen auf alle Angestellten zahlen die Unternehmen ihren Vollzeitmitarbeitern mehr als ein Drittel über dem Durchschnittslohn aller Branchen. Die Angestellten goutieren das auch. Die Fluktuationsrate beträgt bei den Versicherern unter 40 Prozent des Durchschnitts für alle Unternehmen.

Versicherungsgesellschaften bilden weiterhin stark aus. Versicherer und Vermittlungsagenturen zusammen haben eine Ausbildungsquote von sieben Prozent und liegen damit fast eineinhalb Prozent über dem Schnitt aller Branchen. Das Interesse an einer Ausbildung in der Versicherungsbranche ist ungebrochen. 2012 gab es mehr als 20 Bewerbungen je Ausbildungsplatz, mit steigender Tendenz. Hinsichtlich des nahenden demographischen Wandels und den dann fehlenden Fachkräften können die Versicherer also beruhigt in die Zukunft blicken. Dennoch zeigt sich ein Mangel heute schon. Trotz der hohen Zahl an Bewerbern blieben sieben Prozent der Stellen aufgrund mangelnder Qualifikation der Bewerber unbesetzt.

Der aktuell gültige Tarifvertrag läuft bis 31. März 2015. Dieser Tarifvertrag sah eine Einkommenssteigerung von 3,2 Prozent zum August 2013 sowie von weiteren 2,2 Prozent zum Oktober 2014 vor. Für die Außendienstmitarbeiter nahm die Arbeitnehmerseite von der Möglichkeit der früheren Kündigung zu Ende September 2014 Gebrauch. Bereits in der ersten Verhandlung am 29. September einigten sich die Versicherer auf einen neuen Tarifabschluss für Außendienstmitarbeiter mit einer Laufzeit bis Ende 2016, der zwei Gehaltssteigerungen vorsieht: Zum November 2014 steigen die Gehälter um 2,9 Prozent bzw. 1,6 Prozent und zum Januar 2016 um 2,3 Prozent bzw. 1,5 Prozent. Durch diese Spreizung wird die Situation neuer Mitarbeiter im Vertrieb verbessert, indem diese in den beiden ersten Jahren, in denen weniger Geschäft akquiriert wird, eine höhere Mindestabsicherung durch eine höhere Einkommenssteigerung erreichen. Ab dem dritten Jahr fällt der Einkommenszuwachs unterproportional aus.

Auch in weiteren Fragestellungen können die Versicherer durchaus als Vorreiter gesehen werden. Schon im Juli 2014 erklärte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland, Sebastian Hopfner, im Exklusiv-Interview mit VWheute, dass das Engagement bei den Versicherern, das Thema Frauen in Führungspositionen anzupacken, deutlich zu spüren sei. (mh)

Link: Sozialstatistische Daten des AGV

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