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Start-ups als Schnellboote der Versicherungskonzerne

26.07.2013 – strasseVerwöhnt von stabilen Beitragseinnahmen sieht sich die Versicherungsbranche in der jüngsten Vergangenheit zunehmend dem Vorwurf ausgesetzt, zu wenig in die Zukunft zu investieren und neue Technologien ungenutzt zu lassen. Ein Blick auf die internationale Start-up Szene beweist das Gegenteil.

Sie heißen „iFloat“, „Groupolicy“, „Friendsurance“ oder „Drivefactor“. Sie nutzen Big Data, Facebook und branchenfremde Plattformen wie den privaten Wohnungsvermittler Airbnb. Eins plus eins ergibt hier drei, ein neues Produkt.
Bis zu 100 Freunde schließen sich z.B. auf iFloat zusammen. Sie zahlen 80 Prozent ihrer Versicherungsprämie in einen gemeinsamen Topf, aus dem kleinere Schäden sofort beglichen werden. Große Schäden übernimmt ein Rückversicherer, an den die restlichen Prämien geleistet werden.
Drivefactor wiederum nutzt Big Data, indem sie aus großen, unstrukturierten Daten ausdifferenzierte Segmente destilliert um für Versicherer verhaltensbezogene Tarifierungen abzuleiten. Das Prinzip funktioniert auch im Bereich der Gesundheit, wenn webbasierte Enterprise-Management-Anwendungen zur Früherkennung und Risikoanalyse eingesetzt werden.
Ein Beispiel innovativer Produktentwicklung stellt das Portal „Schutzklick“ dar: In wenigen Sekunden lassen sich Verträge für Smartphones ohne personenbezogene Angaben abschließen. Einen Schritt weiter geht „Appsichern“ ebenfalls aus Deutschland. Hier können sich Fahrradfahrer, Surfer, Stadionbesucher oder Hotelgäste für 24 Stunden mit einem Betrag von 1,49 bis 3,99 Euro absichern.
Mehr Effizienz bei der Schadenabwicklung über eine automatisierte Klassifizierung von Anträgen versprechen Technologien von „n2uitive“ oder „Unadocs“. Und Fotodienste wie „Docu Home“ erleichtern Kunden die Inventarisierung ihres wertvollen Hausstandes.
Diese Beispiele zeigen das große Potential intelligenter Verknüpfungen bestehender Technologien. Dabei stehen Start-ups nicht unbedingt in direkter Konkurrenz zu den etablierten Konzernen. Vielmehr übernehmen sie den Part des hochmobilen Schnellbootes, um auf den neuen Wellen der Innovation zu surfen, wie es die vergleichsweise trägen Tanker der Großkonzerne nicht vermögen. Manchmal lassen die den Pioneer auch selbst zu Wasser, Stichwort „Business Incubation“. So begleitet die Signal Iduna Gruppe das Projekt „Sijox“, die R+V Versicherung das Unternehmen Schutzklick.de und der HDI-Konzern „SureNow“.

Foto: Die Kombination schafft den Mehrwert (Quelle: fotolia)

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