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Sparen jenseits von Garantien

16.03.2016 – sparschwein_Jorma_Bork_PixelioDie Kosten für lebenslange Garantien stehen im Mittelpunkt aktueller Debatten zur Altersvorsorge in Deutschland. Die Deutschen lieben Bausparverträge und vertrauen auf ihre Lebensversicherungen, hat jüngst auch das Allianz-Magazin 1890 festgestellt. Wie und ob die Welt jenseits der Landesgrenzen überhaupt spart, gibt es im Überblick.

Großbritannien
Viele Briten verschulden sich in jungen Jahren, um eine Immobilie zu kaufen. Im Alter ist die Immobilie abbezahlt und hat oft an Wert gewonnen. Ihr Verkauf reicht dann für den Altersruhesitz oder als Startkapital für die Kinder.

Schottland
Schotten gelten als besonders sparsam, es kursieren jede Menge Witze. Tatsächlich spenden die Schotten deutlich mehr für gute Zwecke als ihre englischen Nachbarn.

Italien
Zur Zeit der Renaissance entstand 1472 die älteste Bank der Welt. Mit der “Banca Monte dei Paschi di Siena” kamen viele Begriffe für Geldgeschäfte auf: Konto, Rabatt, Kasse, Bankrott und Risiko.

Niederlande
Der Name der “Spar”-Märkte kommt nich von “sparen”, sondern aus Holland. Die Gründer der Kette kürzten ihr Motto ab: “Door Eendrachtig Samenwerken Profitieren Allen Relelmatig”, “DE SPAR” steht im Deutschen für “Durch einträchtiges Zusammenwirken profitieren alle gleichermaßen.”

Griechenland
“Böhnchen um Böhnchen wird der Sack voll“, heißt ein Sprichwort in Griechenland. Demgemäß horten Griechen ihr Geld oft lieber daheim, anstatt es zur Bank zu bringen. Die Älteren sparen meistens für ihr Begräbnis, das in Griechenland teuer ist.

Russland
Sparen ist in Russland nicht im Trend, weder bei den Reichen, noch bei weniger Betuchten. Einer Umfrage zufolge legen zwei Drittel nichts zurück. Wer dennoch etwas ansparen möchte, vertraut auf Immobilien oder Gold.

Ägypten
Die alten Ägypter gelten als Erfinder der Sterbekassen. Vereine und Zünfte versprachen ihren Mitgliedern nach dem Tod ein würdiges Begräbnis samt Grabschmuck und Leichenschmaus. Dafür verlangten sie eine Grundgebühr sowie Jahresbeiträge.

Südafrika
Parallel zum offiziellen Bankenwesen hat sich in Südafrika ein informeller Finanzmarkt entwickelt. In Spargemeinschaften mit dem Namen “Stokvels” tun sich die Südafrikaner zusammen um sich beim Sparen anzutreiben.

Usbekistan
Wem die Zinsen in Europa zu niedrig sind, der kann sich ja mal in Usbekistan umsehen: Dort gibt es weltweit unschlagbare Zunssätze von bis zu 20 Prozent. Wenn nur das Ausfallrisiko nicht wäre …

Japan
Seit Beginn der 1990er-Jahre leidet Japan unter einer Deflation. Deshalb kann heute dort nicht mehr viel gespart werden. Zuvor waren Japaner die Sparweltmeister. Die volkswirtschaftliche Sparquote der Haushalte lag bei 20 Prozent.

Thailand
Für Thais ist Sparen ein Fremdwort. Dafür gibt es ein eigenes Wort für Kaufspaß: “Sanuk”. Besonders beliebt sind teure Schmuckstücke. Sie versprechen hohes Ansehen, auch wenn man dafür hohe Schulden in Kauf nehmen muss.

Indien
In Indien haben viele Menschen ein zu niedriges Einkommen, um sparen zu können. Um trotzdem abgesichert zu sein, schließen immer mehr Inder Mikroversicherungen und Mikrosparpläne ab.

Argentinien
Die krisenerfahrenen Argentinier sind es gewöhnt Rücklagen zu bilden – am Staat vorbei. Die Vermögenden investieren im Ausland, Mittelständler in Dollar unter ihrem Kopfkissen. Die Weltmeister im Horten sammeln insgesamt 50 Mrd. US-Dollar.

Mikronesien
Kies oder Schotter? Darüber können die Bewohner der Yap-Inseln nur lachen. Hier gilt Steingeld in Form von riesigen Steinscheiben als Vermögen. Der Dorfälteste führt Buch, wem die Größten gerade gehören. (vwh)

Bildquelle: Jorma Bork / Pixelio.de

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