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Spanische Assekuranz verzeichnet Gewinnanstieg

23.05.2014 – spanien-flaggeSpanien-Korrespondent Rolf Engelhardt

Die spanischen Versicherer erzielten im Geschäftsjahr 2013 eine Gewinnsteigerung trotz des Einbruchs bei der Prämienentwicklung. Entscheidend waren allerdings weniger Verbesserungen in der Versicherungstechnik, als vielmehr Sondereffekte. Die Eigenkapitalquote der Branche ist gesunken, die Solvabilitätsrate hat sich dagegen verbessert.

Der Nettogewinn der spanischen Versicherer hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2013 um 2,6 Prozent auf knapp 4,6 Mrd. Euro erhöht. Das zeigen die Zahlen aus einer ersten Prognose des Forschungsinstituts Icea. Prozentual ausgedrückt sind das 8,9 Prozent von den gebuchten Prämieneinnahmen in Höhe von 51,1 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Verbesserung von knapp einem halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr (8,5 Prozent).

Der aggregierte Branchengewinn vor Steuern verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 0,4 Punkte auf 11,9 Prozent der Prämieneinnahmen. Die Ertragsseite der spanischen Assekuranz entwickelt sich damit weiterhin konträr zur Umsatzentwicklung. Die Beitragseinnahmen sind in 2013 um 3,3 Prozent zurückgegangen.

Die Verbesserung bei der Ertragsentwicklung resultiert allerdings nicht aus der Versicherungstechnik, sondern basiert nach Icea vielmehr auf „Sondereffekten“. Das versicherungstechnische Ergebnis der Branche ist nach dem Forschungsinstitut in 2013 um einen Punkt auf knapp zehn Prozent der gebuchten Prämieneinnahmen gesunken.

Die Nichtlebensversicherung musste einen Rückgang ihres versicherungstechnischen Ergebnisses um 0,4 Punkte auf 9,3 Prozent der Prämieneinnahmen hinnehmen. Zurückzuführen war das in starkem Maße auf die Erhöhung der Schadenquote. Sie stieg im vergangenen Geschäftsjahr auf 69,2 Prozent (2012: 68 Prozent). Alle wichtigen Teilsegmente mussten dabei im Vorjahresvergleich höhere Schadenquoten ausweisen.

Die Kraftfahrtversicherung konnte ihr versicherungstechnisches Ergebnis gegen den Trend leicht verbessern. Sie hat nach Icea einen versicherungstechnischen Gewinn von 6,1 Prozent der gebuchten Prämieneinnahmen erzielt. Die Verbundene Sachversicherung und die Krankenversicherung mussten, ebenso wie die restlichen Kleinsegmente, eine Verschlechterung ihres versicherungstechnischen Ergebnisses hinnehmen.

Die Eigenkapitalquote (ROE) fiel in 2013 um 1,6 Punkte auf 13,7 Prozent. In 2011 und 2012 lag dieser Wert noch bei 14,7 Prozent und 15,3 Prozent. “Zurückzuführen ist der Rückgang der Eigenkapitalquote in 2013 vor allem auf die spürbare Verbesserung der Solvabilitätsrate”, heißt es von Icea. Sie lag Ende des vergangenen Geschäftsjahres auf einer Höhe von 203 Prozent.(reh)

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