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Spanische Versicherer vermelden Prämienrückgang in 2014

11.02.2015 – rolf-engelhardtDas Prämienvolumen der spanischen Versicherer ist in 2014 erneut um 0,8 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro gesunken. Das zeigen die gerade veröffentlichten Zahlen des Versichererverbandes Unespa. Die Nichtlebensversicherung kehrt auf den Wachstumspfad zurück, während die Lebensversicherer Beitragseinbußen hinnehmen mussten. Der positive Trendwechsel ist trotzdem unübersehbar.

Der Prämienrückgang um 0,8 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2014 ist vor allem auf die Lebensversicherung zurückzuführen. Nach den Zahlen von Unespa und seinem Forschungsinstitut Icea ist das Beitragsvolumen hier überproportional um 2,8 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro gesunken. „Ursächlich für diese negative Entwicklung ist vor allem die sinkende Verzinsung der Lebensversicherungsprodukte.“, heißt es von Unespa.

Das Geschäftsvolumen in der Nichtlebensversicherung ist in 2014 erstmals seit mehreren Jahren wieder gestiegen. Das Beitragsaufkommen erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr musste dieses Geschäftssegment mit einem Prämienabrieb von 2,7 Prozent noch deutlich Federn lassen. „Es ist eindeutig ein positiver Trendwechsel zu erkennen, der sich auf die wirtschaftliche Erholung stützt.“, sagt der Generaldirektor von Icea José Antonio Sánchez bei der Vorstellung der Ergebnisse in Madrid.

Die Kraftfahrtversicherung war in 2014 eines der zentralen Elemente für die positivere Entwicklung der spanischen Nichtlebensversicherung. Nach den heftigen Beitragseinbrüchen der vergangenen Jahre konnte sie sich in 2014 mit einem moderaten Prämienrückgang von 1,4 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro wieder besser aus der Affäre ziehen. Die wirtschaftliche Erholung und Subventionen für den Autokauf zeigen Wirkung.

Die spanische Krankenversicherung zeigte sich in 2014 gewohnt solide. Sie erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen Prämienanstieg von diesmal 3,4 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Die Verbundene Sachversicherung stagnierte dagegen mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Ein positives Teilergebnis zeigt hier das Privatkundengeschäft mit der Haushaltsversicherung, die eine Steigerungsrate von 1,3 Prozent ausweist. (Siehe MÄRKTE). (reh)

Bild: VWheute-Korrespondent Rolf Engelhardt. (Quelle: vvw)

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