Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Social Media dient als gute Vertriebsunterstützung

26.02.2014 – Die sozialen Medien werden künftig eine immer größere Rolle für die Kundengewinnung spielen. Martina Faßbender, Leiterin Presse- und Unternehmenskommunikation der Gothaer Versicherung, erklärt gegenüber VWheute: „Wir erreichen die jungen Menschen über die klassischen Medien kaum noch, wohl aber über Social Media-Kanäle wie Facebook und Youtube.“

Auf Facebook setzen die Versicherer zum Beispiel Gewinnspiele ein und machen mit Ratgeberinformationen auf sich aufmerksam. Aber nicht nur das. So geht es der Gothaer Versicherung auch darum, kritische Themen ins Positive zu lenken. „Bei Facebook können Beschwerden eingereicht werden“, erläutert Faßbender. „Die Kommunikation geschieht natürlich nicht öffentlich, sondern vertraulich. In der anschließenden Kommunikation wirke sich das positiv aus.

Junge Menschen über Social Media anzusprechen – das ist eine Strategie, die Versicherer generell fahren. Der zum Versicherungskonzern Signal Iduna gehörende Vertrieb Sijox hat in diesem Bereich eine eigene Philosophie gewählt. Das Unternehmen spricht junge Menschen über Facebook, Twitter, im Chat oder per Skype an und bietet speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittene Produkte an. Experten in den Service-Centern kümmern sich um Beratung und Verkauf.

Facebook dient heute immer mehr als ein strategischer Ansatz zur Vertriebsunterstützung, berichtet René Golze, Head of Digital Innovation der Allianz Deutschland AG. Die Allianz-Agenturen können auf eine Facebook-Toolbox zurückgreifen. Diese ist als Baukastenprinzip gestaltet. Danach können Agenturen ihren Online-Auftritt rechtssicher selbst gestalten. Auch Ratgeber-Tipps rund um Vorsorge und Versicherung sind abonnierbar. Überdies verbindet die Toolbox Schnittstellen zum Schadenmanagement der Allianz. Bislang haben sich von den rund 9.000 Allianz-Agenturen 1.400 an der Community beteiligt. Kunden sind an online verfügbaren Informationen interessiert“, sagt Golze. Abgeschlossen würden Versicherungsverträge überwiegend offline. Facebook könnte daher „vor allem als Medium der Reichweitenstärkung, Kontaktanbahnung und Lead-Erzeugung interpretiert werden“. Aufmerksam würden Kunden zunächst „über Mitmachaktionen wie Gewinnspiele“. Ratgeberinformationen trügen schließlich zur Bindung an das Unternehmen bei, so Golze gegenüber VWheute. In einer geschlossen Facebook-Gruppe tauschten sich die Agenturen untereinander aus und bestimmten auch die Themensetzung. Die Facebook-Strategie sei in hohem Maße an den lokalen Agenturen ausgerichtet, die über den Dialog Verkaufsgespräche vereinbaren. Im vergangenen Jahr bahnten 48 Prozent der Agenturen sieben Versicherungsverträge pro Quartal über Facebook an.

Während bei Facebook eher nur kurze Nachrichten gepostet werden, dienen Unternehmensblogs der Darstellung umfangreicher Themen. Die Themenstrategie muss auch hier genau gesetzt werden. Bevor die Gothaer im Mai vergangenen Jahres mit einem Blog an den Start ging, hielt der Konzern Blogger-Events in München, Köln und Berlin ab. „Dabei kam heraus, dass nicht nur nutzwertige, sondern ganz konkret mit der Assekuranz verbundene Themen aufgegriffen werden sollten“, berichtet Faßbender. Zum Beispiel wünschten sich die Teilnehmer der Veranstaltungen eine Blog-Serie, „in der wir erklären, wie Versicherungstarife kalkuliert werden“. (ki)

Autor:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten