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Schadenregulierung funktioniert

03.07.2013 – hirsch Die Versicherungswirtschaft hat jetzt eine fundierte Antwort auf die Initiative des Bundesjustizministeriums gegeben, das sich an die Landesjustizverwaltungen gerichtet hat. Damit soll geklärt werden, ob aus Sicht der Gerichte kritikwürdige Regulierungspraktiken der Versicherer zugenommen haben und Defizite in der aktuellen Gesetzgebung bestehen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stellte in seiner umfangreichen Stellungnahme dar, dass, die Regulierungspraxis funktioniert. So führt der Verband mit Blick auf das aktuelle „Servicebarometer Assekuranz 2013“ von der YouGov Deutschland AG aus, dass fast 90 Prozent der Befragten die Regulierung eines Schadens als positiv bewerten. Der GDV kommt in eigenen Erhebungen zu dem Ergebnis, dass es bei der Prozessquote in den letzten Jahren kaum Veränderungen gegeben hat. In der Schaden- und Unfallversicherung landen nur 0,6 Prozent der Versicherungsfälle vor Gericht. In der Berufsunfähigkeitsversicherung sind es zwei Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung werden Konflikte zwischen Kunden und Versicherern zu 30 Prozent durch Vergleich beigelegt. In der Berufsunfähigkeitsversicherung beträgt die Quote 50 Prozent. Nur 22 Prozent (Schaden- und Unfallversicherung) beziehungsweise 15 Prozent (Berufsunfähigkeitsversicherung) der Urteile wurde von den Gerichten entgegen der Leistungsentscheidung der Versicherer entschieden. Überdies stellt der GDV keine Anhaltspunkte für Verzögerungen in der Regulierung fest. Der Verband bezieht sich hier auf aktuelle Beschwerdestatistiken. Die Zahl der Eingaben 2012 war beim Ombudsmann mit minus 2,5 Prozent rückläufig. Die BaFin meldet eine Abnahme von 5,7 Prozent. „Ohnehin“, so der GDV, „bewegen sich die Beschwerdequoten auf sehr geringem Niveau“. Von den 458 Millionen Versicherungsverträgen landeten im vergangenen Jahre gerade einmal 17.000 Beschwerden auf dem Schreibtisch des Versicherungsombudsmannes. Statistisch wendet sich damit gerade einmal jeder 26.000ste Kunde an ihn. „Keinerlei signifikante Veränderungen“ kann denn auch Versicherungsombudsmann Professor Günter Hirsch feststellen. Dass die Versicherungswirtschaft mit einem Volumen von rund 44 Milliarden Euro in der Schaden- und Unfallversicherung und gut 76 Milliarden Euro in der Lebensversicherung ihre Leistungen in beträchtlichem Umfang erbringt und auf eine zügige und unkomplizierte Schadenbearbeitung schon allein mit Blick auf das Kundenvertrauen zu den Versicherern achtet, sei schon aus geschäftspolitischen Gründen logisch. Die Erhebung kommt nach Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürstenwerth zu dem Ergebnis, dass „das Konfliktpotenzial zwischen Kunden und ihren Versicherern deutlich geringer ist als teilweise öffentlich dargestellt wird. Versicherer verzögern nicht und finden auch in strittigen Fällen fast immer Wege, die den Belangen aller Beteiligten gerecht werden.“

Link: Versicherer regulieren Schäden ohne Zeitverzögerung und im Interesse der Beteiligten

Foto: Versicherungsombudsmann Professor Günter Hirsch, Archiv/VVW

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