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Rückversicherer – Solide Quartalsbilanzen bei anhaltendem Preisdruck

11.08.2014 – trendkurveDie Konkurrenz im Rückversicherungsmarkt steigt. Erstversicherer drücken wegen allgemein geringerer Schäden bei den Rückversicherern wie Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück auf die Preise oder behalten die Risiken gleich in den eigenen Büchern. Hedge- und Pensionsfonds verschärfen zudem durch die Absicherung gegen Naturkatastrophen über Fonds und Katastrophenanleihen die Konkurrenz im Markt für die Rückversicherer.

Die Rückversicherer konnten trotz des Gegenwindes im Markt solide Quartalsbilanzen präsentieren. Zwar stieg der Gewinn der Hannover Rück weniger stark als erwartet, am Gewinnziel für 2014 rüttelt der Vorstand jedoch nicht. „Wir sind sehr überzeugt, die 850 Millionen Euro schaffen zu können”, sagte Finanzchef Roland Vogel bei der Vorstellung der Zahlen in der vergangenen Woche. Unter dem Strich standen nach sechs Monaten 444 Millionen Euro Gewinn, ein Plus von Fünf Prozent.

Während die Hannover Rück von geringen Schäden profitiert, machten der Munich Re überraschend hohe Katastrophenschäden zu schaffen, und nur die über Plan laufenden Geschäfte an den Finanzmärkten bescherten ihr einen Gewinnsprung. Dennoch peilt Munich Re CEO Nikolaus von Bomhard für das laufende Jahr weiterhin einen Überschuss von drei Milliarden Euro an. Bei der Präsentation der Zahlen prangerte von Bomhard offen die aggressiven Wachstumsziele anderer Rückversicherer an, die nur durch Kampfkonditionen zu erreichen seien. In von scharfem Wettbewerb betroffenen Sparten und Regionen verzichtete die Munich Re daher bewusst auf Umsatz, so dass das Prämienvolumen um gut sieben Prozent zurückging.

Ohne dass der Munich Re CEO Namen genannt hätte, bezogen einige Analysten die Branchenschelte auch auf die Swiss Re. Wie die Konkurrenz bekam auch die Swiss Re den Preiskampf in der Branche zu spüren. Dennoch hat die Kernsparte Property & Casualty im ersten Halbjahr die Prämieneinnahmen um ein Zehntel und den Reingewinn um sechs Prozent auf 1,54 Milliarden US Dollar steigern können. Als einer der Wachstumstreiber wurden die asiatischen Schwellenländer identifiziert. Zu Gute kam der Swiss Re auch das von wenigen Großschäden belastete Quartal. (mh)

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