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Risiko Sport

07.02.2014 – skisprung-berge-150Als größter europäischer Sportversicherer schließt zum Beispiel die Arag mit den Landessportverbänden Gruppenverträge ab. Rund 21 Millionen Sportler und Funktionäre aus Vereinen und Verbänden sind dort versichert. Auch bietet der Konzern für die rund 300.000 Skifans, Mitglieder der Freunde des Skiports e.V. im Deutschen Skiverband, Deckungen für die Ausübung des Wintersports an.

Der Fokus des Düsseldorfer Konzerns liegt aber nicht in der Absicherung des Freizeitsports, sondern in der Zusammenarbeit mit den Landesportverbänden. Die Deckungen über die großen Sportorganisationen beinhalten den finanziellen Schutz vor Gefahren im Training, beim Wettkampf oder bei Fahrten zu den Veranstaltungen. Björn Bluhm, Leiter Abteilung Betrieb Sportversicherungen der Arag, erläutert im Gespräch mit VW-heute, dass die Verbände auch Zusatzvereinbarungen für die private Ausübung des Sports treffen können. „Eine solche Vereinbarung existiert mit der Deutschen Triathlon-Union sowie im Rad- und Kanusport.“ Diese Vereinbarung mache Sinn, weil dem Sportler hierüber sein gewohnter Versicherungsschutz auch außerhalb von versicherten Vereinsaktivitäten, zum Beispiel beim privaten Radfahren oder der privaten Teilnahme an einem Radrennen, zur Verfügung steht. Denn die private Haftpflichtversicherung schließt – im Gegensatz zur Sportversicherung – die Teilnahme an Radrennen nicht immer ein.

Der große Markt für den Konzern liegt in den Gruppensportversicherungen, die mit den Landesportbünden und -verbänden abgeschlossen werden. Neben der Arag agieren in diesem Feld laut Bluhm die Aachen Münchener und die Feuersozietät Berlin Brandenburg.

Anders zu betrachten sind Sportpolicen für Profisportler und Top-Amateure, die jetzt bei der Winterolympiade in Sotschi antreten. Zurich Deutschland ist Partner und Versicherer der Deutschen Olympiamannschaft. Das Unternehmen versichert die Athleten während der Wettkämpfe. Eingeschlossen sind Unfall, Haftpflicht, Rechtsschutz, der Schutz der technischen Ausrüstung und Transportversicherungen. Nicht enthalten ist der finanzielle Schutz für den Fall der Berufsunfähigkeit.

Invaliditätsabsicherungen für Profisportler sind ein Markt, den eine kleine Anzahl von Versicherern abdeckt wie Ergo, Targo, MyLife und Signal Iduna. Ergo zum Beispiel bedient Profisportler im Fußball- und Handballbereich der ersten und zweiten Liga. Die Absicherungen dienen dazu, dem Sportler nach einem Unfall eine finanzielle Basis über eine Einmalkapitalzahlung zu geben, um in neues berufliches Leben zu finden. Die Prämie kalkuliert sich nach dem Alter und der Deckungssumme. In der Regel macht sie zehn Prozent der Deckungssumme aus. Ein 25-jähriger Topspieler zahlt bei einer Deckungssumme von drei Mio. Euro rund 38.000 Euro im Jahr. Im Wintersport sichert die Signal Iduna Profisportler in den Bereichen Ski alpin, Eishockey und Skispringen ab, so die Auskunft des unabhängigen Finanzberaters MLP. Auch hier liegt die Prämie etwa bei zehn Prozent der Deckungssumme. Ein Amateur wendet hier nur knapp ein Zehntel an Prämien auf. (ki)

Bild: Hoffentlich gut versichert kann man da nur noch sagen. (Quelle: swatchskierscup)

Link: MÄRKTE

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