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Renzi ante Portas – Jubel in Finanzkreisen

17.02.2014 – palazzo-chigi-rom-150In den italienischen Medien wird er schon als italienischer Tony Blair bejubelt. Nach dem Sturz seines Parteirivalen Enrico Letta steht der 39-jährige Matteo Renzi kurz vor seinem Ziel: dem Chefsessel im Palazzo Chigi, dem Sitz des römischen Premier. Die Börsianer jubeln. Nach dem Rückzug des italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta haben die Anleger an der Mailänder Börse deutlich zugegriffen. Der Leitindex stieg am Freitag gegen Mittag um rund ein Prozent auf 20.315 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen des Landes sank dagegen auf 3,695 Prozent.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone leidet massiv unter den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Renzi hatte seinem Rivalen Letta zuletzt immer wieder ein zu langsames Tempo bei der Umsetzung dringend benötigter Wirtschaftsreformen vorgeworfen.

Dabei gab es just am vergangenen Freitag positive Nachrichten für die Konjunktur: Die italienische Wirtschaft ist zum Jahresende erstmals seit Mitte 2011 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom mitteilte. Volkswirte hatten das Mini-Plus erwartet.

Im dritten Quartal hatte das Wachstum noch auf der Stelle getreten. Im Jahresvergleich schrumpfte die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft hingegen weiter: Das Bruttoinlandsprodukt fiel laut Istat im vierten Quartal um 0,8 Prozent geringer aus als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.  Im dritten Quartal sank die Wirtschaftsleistung noch deutlich stärker, um revidiert 1,9 (zuvor 1,8) Prozent.

Der Arbeitgeberverband Confindustria gibt sich zufrieden. Dessen Präsident Giorgio Squinzi hatte zuletzt immer deutlicher die Arbeit der Regierung Letta kritisiert und ihr vorgeworfen, zu sehr fiskalpolitisch fixiert zu sein, anstatt für stimulierende Maßnahmen in der Wirtschaft zu sorgen.

Vom Verband der italienischen Versicherungswirtschaft Ania verlautet, man werde die Lage beobachten und beklagt stattdessen, dass die Einnahmen in der Kfz-Kasko-Versicherung in den letzten zwölf Monaten um 4,5 Prozent geschrumpft seien. Skepsis scheint zu überwiegen. (mf)

Bild: Palazzo Chigi, Sitz des italienischen Ministerpräsidenten, hat einen neuen Hausherren. (Quelle: Italturistica)

Link: POLITICS

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