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Reiselust trotz Terrorrisiko

19.01.2016 – Istanbul_Michael_Loeffler_ pixelio.deDie jüngsten Terroranschläge in der Türkei, Indonesien und Ägypten verdeutlichen das weltweite Terrorrisiko erneut. Deutsche sind bisher besonders während ihren Auslandsreisen mit der Terrorgefahr konfrontiert. Doch ihre Reiselust lassen sie sich laut einer aktuellen Yougov-Umfrage nicht nehmen, wie DPA berichtet. Ob sich die Terroranschläge auf den Reiseversicherungsmarkt auswirken werden, lässt sich indes noch nicht sagen.

Zehn deutsche Opfer forderte der jüngste Anschlag in Istanbul. Aufgrund dieses Attentats wollen allerdings nur zwölf Prozent der Deutschen die Türkei als Reiseziel meiden, so das Ergebnis einer Blitzumfrage des Beratungshaues Yougov. 50 Prozent geben an, dass sie die Türkei bereits vor dem Anschlag in Istanbul gemieden haben. Völlig spurlos geht die Terrorgefahr am Reiseverhalten dann wohl doch nicht vorbei.

In einer weiteren Umfrage, die das Beratungshaus im Auftrag von Tui zwischen dem 28. und 30. Dezember durchführte, will rund jeder vierter Urlauber (26 Prozent) bestimmte Reiseziele meiden. Welche Länder das genau sind, wurde jedoch nicht erfragt. 32 Prozent gaben an, ihr Reiseverhalten auch angesichts des Terrorrisikos nicht ändern zu wollen.

Wie schon seit einigen Jahren steht das eigene Land bei deutschen Touristen hoch im Kurs. Bei der Frage, auf welche Länder die Befragten ihren Urlaub beschränken werden, lag Deutschland mit 42 Prozent vorne, gefolgt von Spanien (32 Prozent) und Italien (25 Prozent).

Der Reisemarkt scheint 2016 also stabil zu bleiben. Das ist auch für die Reiseversicherer ein gutes Signal. Wie sich die Terrorgefahr auf das Geschäft der Reiseversicherer in diesem Jahr auswirken kann, erläutert die HanseMerkur im Interview mit VWheute.

Der Nischenmarkt wird in Deutschland von den drei Playern Europäische Reiseversicherung (ERV), HanseMerkur und Allianz Global Assistance beherrscht. Die Beitragseinnahmen der Reisesparte werden vom GDV nur zusammen mit den Einnahmen der Valoren-, Aussteller, Kunst- und Luftfahrtversicherung sowie der Luft- und Raumfahrthaftpflichtversicherung ausgewiesen. Demnach beliefen sich die Beiträge 2014 auf 570 Mio. Euro. Ein Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (553 Mio. Euro). (vwh/jko)

Bild: Nur unweit der Hagia Sophia ereignete sich der Selbstmordanschlag von Istanbul, der gezielt gegen Touristen gerichtet war. Folgen für den Markt der Reiseversicherer sind noch nicht erkennbar. (Quelle: Michael Löffler / pixelio.de)

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