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Punktuelle Teuerungen erwartet

06.09.2013 – aon_logoNicht nur die Lage der Industrieversicherungsbranche, sondern die des gesamten deutschen Versicherungsmarktes hat Aon in seinem Marktreport 2013 (Stand August 2013) untersucht. In der Studie beleuchten die Analysten die einzelnen Versicherungssparten und geben einen Ausblick für die anstehenden Renewals 2013/2014.

Für das Versicherungsjahr 2014 gehen die Verfasser des Aon-Marktreports davon aus, dass die Versicherer nicht über alle Bereiche die Preise anheben werden. Es wird nur “punktuell teurer”, heißt es in dem Report. Als Preistreiber werden die Kfz-Sparte sowie , selektiert nach Schadenauffälligkeit und Branchen, auch der Sachversicherungsbereich genannt. Erstere hatte nach einer jahrelangen Preisschlacht vor zwei Jahren damit begonnen, deutliche Preisanpassungen vorzunehmen, um versicherungstechnische Verluste wieder auszugleichen. Neben diesen Verlusten musste die Kfz-Sparte auch mit den Spätfolgen der Finanzkrise und dem daraus resultierenden Niedrigzins kämpfen. Das verringerte die Versicherungsanbieter im Flottensegment weiter. Die Analysten rechnen daher mit weiteren Preiserhöhungen. Zudem haben die massiven Hagelschäden im Sommer den Teilkaskobereich in dreistelliger Millionenhöhe belastet. Die Aon-Experten gehen von einer Preisanpassung im gesamten Flottenbereich von vier bis sechs Prozentpunkten aus.

In der Sachversicherung nehmen die Analysten maßgebliche Veränderungen an. In der industriellen Sachversicherung werden deutliche Preiserhöhungen erwartet. Hierbei sei der Markt bestrebt, für Industrieunternehmen aller Branchen die Preise zu erhöhen, um eine nachhaltige Ertragsverbesserung im Bestand zu erreichen. In der Haftpflichtversicherung werden für das laufende Jahr hingegen nur leichte Steigerungen bei den Prämieneinnahmen um 1 bis 1,5 Prozent erwartet. Die Analysten bezeichnen die Sparte als für die Versicherer “interessant” und “ertragreich”. Während grundsätzlich für alle Branchen ausreichend Kapazitäten an Haftpflichtversicherungen auf dem Versicherungsmarkt erhältlich sind, bleibt die Situation im Heilwesen angespannt. In diesem Segment erwarten die Experten eine weitere Verteuerung des Versicherungsschutzes, da die Zahl der Anbieter weiter abnimmt. “Unter Umständen wird für einige Krankenhäuser kein bezahlbarer Haftpflichtversicherungsschutz mehr angeboten werden”, prognostiziert Aon.

Auf einem historischen Tiefstand befinden sich die Prämien des D&O-Versicherungsmarktes. Dies ist auf einen andauernden Kapazitätsüberschuss im deutschen Markt zurückzuführen. In der Schadenregulierung beobachteten die Analysten eine gewisse Zurückhaltung der D&O-Versicherer. Dieses zeige sich an einem hohen Informationsbedürfnis, mit dem die versicherte Person im Schadenfall konfrontiert wird. Zudem betrieben die D&O-Versicherer in der überwiegenden Anzahl der Fälle die Anspruchsabwehr. “Eine direkte Schadenersatz- bzw. Freistellungsleistung des D&O-Versicherers auf eine Schadenmeldung erfolgt selten”, heißt es im Marktreport.

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