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Private Krankenversicherer mit neuer Rekordmarke

19.11.2015 – LaueDie privaten Krankenversicherer sind weiter auf Wachstumskurs. Neben einer neuen Rekordmarke bei den Altersrückstellungen verbuchten die privaten Krankenversicherer im Jahr 2014 auch einen Zuwachs bei der Zahl der Versicherungsverträge. “Damit trifft die PKV stabil und verlässlich Vorsorge dafür, dass die Versicherten älter werden und im Alter der Bedarf an Gesundheitsleistungen steigt”, betont der PKV-Verbandsvorsitzende Uwe Laue.

Für den PKV-Verband scheint somit klar: Der Trend zur privaten Vorsorge bleibt ungebrochen, um den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung aufzustocken. So stieg die Gesamtzahl der Versicherungsverträge im Jahr 2014 auf insgesamt 33,18 Mio. Voll- und Zusatzversicherungen. Das Neugeschäft belief sich nach Verbandsangaben auf 392.200 neue Policen, wobei die Zusatzversicherungen einen Zuwachs von 1,9 Prozent auf 24,34 Millionen Verträge (2013: 23,89 Millionen) verzeichnen konnten.

In der Vollversicherung blieb das Neugeschäft nach Angaben des PKV weiter rückläufig. Der Grund: der neue Rekordstand der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, wodurch der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung besonders hoch ausfiel. Demnach sank der Vertragsbestand in der Krankenvollversicherung 2014 um 0,6 Prozent oder 55.700 weniger Versicherte auf 8,83 Millionen Policen (2013: 8,89 Millionen). Ungeachtet dieses aktuellen Sondereffektes sind heute dennoch rund 600.000 Menschen mehr in der PKV versichert als noch vor zehn Jahren.

Wie der PKV-Verband weiterhin mitteilt, haben Männer einen wesentlich höheren Anteil in der privaten Krankenvollversicherung als Frauen. So waren laut PKV im Jahr 2014 rund 4,48 Millionen Männer privat vollversichert. Der Anteil der Frauen lag bei rund 2,77 Millionen. Ein Grund dürfte darin liegen, dass Frauen im Durchschnitt über ein geringeres Einkommen verfügen als Männer und damit seltener die Versicherungspflichtgrenze überschreiten.

Einen besonders starken Zuwachs verbuchten die privaten Krankenversicherer in der Pflegezusatzversicherung. Hier stieg die Zahl der staatlich geförderten Zusatzpolicen um 55,3 Prozent auf 558.600 Verträge. Die Zahl der ungeförderten Zusatzpolicen stieg laut PKV um 4,6 Prozent auf 2,48 Millionen. “Den Menschen wird zunehmend bewusst, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Pflegefall stets nur einen Teil der Kosten übernimmt und damit für die Betroffenen oder ihre Angehörigen eine Finanzierungslücke von oft über tausend Euro im Monat bleibt”, erklärt PKV-Verbandspräsident Laue.

Die Beitragseinnahmen stiegen 2014 leicht um 0,8 Prozent auf rund 36,3 Mrd. Euro (2013: 36,1 Mrd. Euro). Davon entfielen 25,8 Mrd. Euro auf die Krankenvollversicherung (2013: 25,7 Mrd. Euro) und rund 7,8 Mrd. Euro (2013: 7,5 Mrd. Euro) auf die Zusatzversicherung. In der Pflegeversicherung sanken die Beitragseinnahmen hingegen um 2,35 Prozent auf rund 2,0 Mio. Euro (2013: 2,1 Mrd. Euro). Zum Vergleich: Die Versicherungsleistungen in der privaten Krankenversicherung stiegen 2014 laut PKV moderat um 1,8 Prozent auf 23,9 Mrd. Euro. In der privaten Pflegeversicherung erhöhten sich die Leistungen um 2,7 Prozent auf 880,1 Mio. Euro.

Ende 2014 gehörten dem PKV-Verband 42 (2013: 43) ordentliche und sieben außerordentliche Mitgliedsunternehmen an. Gemessen an den Beitragseinnahmen machen die Unternehmen mit Einnahmen über einer Milliarde Euro etwa 76,87 Prozent des privaten Krankenversicherungsmarktes aus. Weitere zwölf Prozent der Unternehmen erwirtschaften Beitragseinnahmen zwischen 300 Mio. und einer Mrd. Euro. Dies entspricht einem Marktanteil von 19,01 Prozent. (vwh/td)

Link: Die kompletten Zahlen im Überblick (PDF)

Bild: PKV-Verbandsvorsitzender Uwe Laue (Quelle: PKV)

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