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Positives Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft

29.05.2015 – klaus-uwe_gerhardt_pixelio.deDer deutschen Wirtschaft in diesem Jahr rosige Zeiten bevor, wenn es nach den Konjunkturpropheten geht. Allein der DIHK hob seine Wachstumsprognose von 1,3 auf 1,8 Prozent an. Die Versicherer scheinen vom augenscheinlich guten Geschäftsklima zu profitieren, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherer. Demnach ist der Klimawert allein im ersten Quartal auf +12,9 gestiegen.

Die Versicherer führen dies auf eine günstigere Geschäftslage zurück. So beurteilten in der Versicherungswirtschaft allein 31 Prozent der Unternehmen ihr Lage im ersten Quartal als günstig. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 25 Prozent. Als befriedigend sehen 58 Prozent der Versicherer ihrer Situation an (Vorjahr: 63 Prozent). Nur elf Prozent sahen im ersten Quartal 2015 ihre Situation als ungünstig an. Zu diesem Ergebnis kam der ifo Konjunkturtest Versicherungswirtschaft, der quartalsweise die Geschäftslage, -erwartungen und -klima der Branche ermittelt.

Allerdings kommt der Konjunkturtest auch zu dem Ergebnis, dass die Versicherer ihre derzeitige Situation erneut positiver ansehen als die Aussichten. Dennoch sehen die Versicherer laut Branchenverband ihre die Aussichten für 2015 trotz anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, demographischen Wandels, der Zunahme von Naturkatastrophen und regulatorischen Veränderungen insgesamt optimistisch.

Besonders die dauerhaft niedrigen Zinsen bereiten den Versicherern aber weiterhin Kopfschmerzen. Daher stehen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur im Rahmen von Public Private Partnerships (PPP) derzeit hoch im Kurs. “Wir mischen unsere Anlage sehr gründlich, weil das der beste Weg ist, um unseren Kunden Sicherheit zu geben”, begründete GDV-Präsident Alexander Erdland unlängst das besondere Interesse der Branche an Infrastrukturprojekten (siehe KÖPFE). Auch zehn potenzielle Bauprojekte, die das Bundesverkehrsministerium als PPP realisieren, hat die Branche bereits im Visier.

Der Haken aus Sicht der Versicherer sind hingegen noch immer die aufsichtsratsrechtlichen Beschränkungen auf nationaler und europäischer Ebene, die Verkehrsinfrastrukturinvestments für Versicherer unattraktiv machen würden. Das die Versicherer dennoch als Partner gefragt sind, zeigt allein das Engagement der Allianz Capital Partners in 47 Wind- und sieben Solarparks in Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden (siehe UNTERNEHMEN).

Eine prinzipielle Kooperationsbereitschaft existiert somit – was noch fehlt, ist eine Modernisierung des Denkens und des Managements in der Partnerschaft zwischen Unternehmen und Staat. (vwh/td)

Bildquelle: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

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Link: Report: “Private Power für die Infrastruktur.”, in: Versicherungswirtschaft 2/15 (Einzelartikel zu 3,81 Euro)

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