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Politische Unruhen drohen der Weltwirtschaft

31.01.2014 – piraten-schiffPolitische Risiken bleiben eine virulente Gefahr für die Wirtschaftsentwicklung. Die Terrorgefahr ist im vergangenen Jahr gesunken, und auch das Problem der Piraterie nahm ab. Doch in den Wachstumsländern entstehen neue Gefahren durch die akute politische Instabilität.

Die Türkei steht vor einem Machtkampf zwischen Recep Erdogan und seinen Gegnern, bei der Parlamentswahl in Thailand an diesem Sonntag werden weitere Krawalle erwartet, ganz zu schweigen von den Kämpfen in der Ukraine. Angesichts dieser Spannungen droht auch der Terror wieder zuzunehmen. „Besonders die Olympischen Winterspiele in Sotschi, zu denen erhebliche Massenverkehrsbewegungen gehören, gelten als mögliche Zielscheibe von Terroristen“, warnt Luisa Sprafke, Terrorexpertin von Aon in Deutschland. Der Versicherungsmakler Aon schätzt das Terrorrisiko in Russland als mittelhoch ein, nicht höher als in Ländern wie Iran, Saudi-Arabien, der Ukraine oder Argentinien. Allerdings bewertet der Makler die Risiken nicht prospektiv, sondern gibt nur einen Rückblick auf das vergangene Jahr.

Was das allgemeine Länderrisiko anbetrifft, schätzt der Kreditversicherer Coface das Risiko von Exporten nach Russland als „akzeptables“ bis „bedeutendes“ Risiko ein. Für den Kreditversicherer Euler Hermes besteht in Russland hingegen ein „sensibles“ Risiko für Exporteure. Überraschenderweise sieht der Kreditversicherer der Allianz in Ländern wie China, Indien, Brasilien und Saudi-Arabien nur geringe Risiken und ordnet diese Länder in eine Kategorie mit den Staaten Westeuropas und Nordamerikas. Die Coface betrachtet diese Länder wesentlich differenzierter.

Dass der internationalen Staatengemeinschaft nicht gänzlich die Hände gebunden sind, zeigt das Beispiel Piraterie. Durch den Einsatz von Kriegsschiffen ist es gelungen, die bewaffneten Überfälle auf Schiffe vor der Küste Somalias einzudämmen. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres verzeichnete das International Maritime Bureau (IMB) nur noch 188 Übergriffe von Piraten. So niedrig war die Zahl der Übergriffe das letzte Mal im Jahr 2006. Vor der Küste Somalias gab es nur noch zehn Übergriffe. Im Jahr 2012 waren es noch 70 gewesen. Allerdings entstehen neue Piratennester am Golf von Guinea und an der Indonesischen Küste. Allein im Januar gab es bereits vier Übergriffe auf Schiffe an der afrikanischen Westküste, vor der Küste Indonesiens wurden fünf Schiffe geentert. (ba)

Foto: Piraten sind eine Gefahr für die Welthandel, politische Instabilität eine weitere. (Quelle: vwh)

Links: Aon (PDF), Euler Hermes, Coface, IMB

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