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Polen: Mit internationaler Finanzstärke und Expertise

27.03.2014 – jaroslaw-parkot-150Polen wird eine Versicherungsdurchdringung auf europäischem Niveau erreichen, ist Jaroslaw Parkot überzeugt. Parkot leitet seit 2010 die polnische Warta, ein Tochterunternehmen des Talanx Konzerns. Derzeit läuft das Geschäft in Polen aber eher mau. Doch das ist nur eine vorübergehende Erscheinung, ist Parkot überzeugt.

Auf die Frage von VWheute: Wie schätzen Sie gegenwärtigen Zustand des polnischen Versicherungsmarktes ein, antwortete Jaroslaw Parkot.

Einerseits entwickelt sich der Markt sehr gut. Es gibt neue Produkte und Angebote, neue Marketing-Ideen und innovative Methoden der Schadenmeldung. Andererseits ist der Markt durch scharfen Wettbewerb geprägt, vor allem im Bereich der Sachversicherungen. Die polnischen Sachversicherer verzeichneten in den ersten drei Quartalen 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von lediglich 1,6 Prozent. Nur vier der zehn größten Versicherer verbuchten danach überhaupt einen Anstieg des Prämienvolumens. Ich gehe davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Monaten verbessern wird. Im Segment Lebensversicherung ist das Prämienvolumen marktweit in den ersten drei Quartalen 2013 um mehr als ein Zehntel geschrumpft. Das resultiert aus einem Rückgang beim Einmalbeitragsgeschäft. Bei Policen mit Einmalbeiträgen ist die Gewinnspanne für den Versicherer aber ohnehin sehr klein. Deshalb ist hier ein Verkaufsrückgang für uns unproblematisch.

Welche mittel- und langfristigen Perspektiven sehen Sie für den polnischen Versicherungsmarkt?

Die Menschen in Polen werden immer wohlhabender. Sowohl die Zahl als auch der Wert von Dingen, die üblicherweise versichert werden, wächst stetig. Außerdem erwarten Versicherungsnehmer immer besseren Service. Damit nimmt auch der Leistungsumfang von Versicherungspolicen zu. In der Bevölkerung wächst außerdem das Bewusstsein für die Folgen der Rentenreform. Die Menschen sind sich zunehmend der Notwendigkeit bewusst, dass sie selbst für ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand sorgen müssen. Das wird ein Wachstum des Versicherungsvolumens zur Folge haben, bis wir in Polen ein Versicherungsniveau erreicht haben, das mit dem Durchschnitt in Europa vergleichbar ist. Langfristig wird sich das also angleichen.

Welchen Sparten trauen Sie Wachstumspotential zu,  wo erwarten Sie Rückgänge?

Im dritten Quartal 2013 wurden in Polen etwa 16,5 Millionen Kfz-Haftpflicht-Policen gezählt. Gleichzeitig gab es aber nur etwas mehr als 3,5 Millionen Kasko-Policen. Dieser Vergleich verdeutlicht das Potential im Bereich der Kfz-Kasko-Policen. Vergleichbares sehen wir in anderen Sparten: Gebäudeversicherung, Unternehmensversicherung, Lebensversicherung. Kurz: Alle Sparten haben Wachstumspotenzial.

Wie schätzen Sie die Rolle ausländischer Investoren ein?

Ausländische Investoren stabilisieren den polnischen Versicherungsmarkt und verschaffen ihm ein höheres Maß an Sicherheit. Es überrascht nicht, dass sich der letzte Konkurs in unserer Branche im Jahr 2000 ereignete. Heute sind mehrere international führende Versicherungsgruppen auf unserem Markt vertreten. Mit ihrer Finanzstärke und ihrem Fachwissen garantieren sie der polnischen Versicherungswirtschaft wertvolle Unterstützung. Das erhöht die Qualität unserer Produkte und es erhöht die Sicherheit für unsere Kunden.

Die Fragen stellte Michael Stanczyk.

Foto: Alle Versicherungssparten haben Wachstumspotential, erklärt Jaroslaw Parkot, Leiter der polnischen Warta. (Quelle: vwh)

Link: VERTRIEB

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