Versicherungswirtschaft-heute
Samstag
25.06.2016
          Mobilversion

 


Paradigmenwechsel in der Gesundheitsfürsorge

08.03.2016 – Digital_Fotolia_WarenkornQualität im Gesundheitswesen: Digitale Angebote kennzeichnen ein Gesundheitssystem im Wandel. Patienten, die ihre Selbstbestimmung stärken und sich initiativ und proaktiv um ihre Gesundheit kümmern, fokussieren auf mehr Lebensqualität. Der PKV-Verband sieht diesen Trend in der Nutzung seines Serviceportals bestätigt.

Der Patient wird in Zukunft nicht nur im Mittelpunkt des Gesundheitssystems stehen, sondern sich auch die Hoheit über seine Gesundheitsfürsorge zurückholen. Denn der “Megatrend Individualisierung” erfasst mittlerweile alle gesellschaftlichen Ebenen. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Zukunftsinstitutes in Frankfurt.

In einer Gesellschaft, die in immer größerem Maße durch individuelle Wertmaßstäbe geprägt ist, beobachten die Frankfurter Zukunftsforscher einen schrittweisen Paradigmenwechsel in der Gesundheitsfürsorge: Der vormals passive Patient nutzt die neuen digitalen Möglichkeiten, um verstärkt eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für sich selbst und seine Gesundheit zu übernehmen. In der Folge, so die Zukunftsforscher, würden wir gegenwärtig die Geburtsstunde des „proaktiven, aufgeklärten und partizipationswilligen Gesundheitskonsumenten“ erleben, der traditionelle Strukturen und Verhaltensmuster in Frage stellt und damit aktiv das Gesundheitssystem verändert. Das Gesundheitssystem befindet sich im Wandel, stellt der PKV-Verband in der aktuellen Ausgabe von PKV-Publik fest.

77 Prozent der im Rahmen der Studie Befragten sehen die Verantwortung für die Gesundheit vor allem bei jedem Einzelnen selbst. Und 46 Prozent gaben an, in Gesundheitsfragen auf die eigenen Kompetenzen zu vertrauen. Weiteres Anzeichen, das den Trend bestätigt: In Deutschland nutzen rund 40 Millionen Menschen das Internet, um Informationen über Erkrankungen und Therapien sowie Empfehlungen und Unterstützung für eine gesunde Lebensweise zu erhalten.

Apps & Co. mausern sich zum Therapiebegleiter, ist denn auch ein Ergebnis des EPatient Survey 2015. Den Schlüssel für patientenfreundliche Online-Services haben die Umfrage-Teilnehmer auch gleich mitgegeben. Auf der Wunschliste stehen vor allem verständlich dargestellte (30%), unabhängige (21%) und auf die jeweilige Behandlung personalisierbare Dienste (18%).

“Internetmedizin und E-Health-Lösungen machen Gesundheitsversorgung und Prävention zielgruppenspezifischer, erhöhen ihre Reichweite und verbessern Workflow und Kommunikation aller Beteiligten”, stellt Gesundheitsökonomin Stephanie Stock fest.

Insgesamt verzeichnet der PKV-Verband ein kontinuierlich wachsendes Interesse an Angeboten wie dem Ärzte-Verzeichnis, der Prüfsoftware für Arztrechnungen oder der Arzneimittel- und Krankenhaus- Suche, also jenen Angeboten, die den Patienten bei der selbstbestimmten Entscheidung für Ärzte, Einrichtungen oder auch Therapien und deren Organisation unterstützen.

Auch die Gesetzlichen Krankenkassen sind am Thema interessiert: “Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung wird das Megathema des 21. Jahrhunderts sein”, sagt Ursula Marschall von der Barmer GEK. Denn ein Qualitätsfortschritt geht meist mit einem Produktivitätsfortschritt einher. (vwh/ku)

Bildquelle: Fotolia

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten